Hochkar und Lassing zum Katastrophengebiet erklärt

Das Hochkar bzw. die Göstlinger Katastralgemeinde Lassing (Bezirk Scheibbs) ist am Mittwoch zum Katastrophengebiet erklärt worden. Diese Einschätzung gelte seit dem Vormittag, berichtete Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP).

Redaktion, APA Erstellt am 09. Januar 2019 | 11:33
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Seitens der Bezirkshauptmannschaft, von der die Verordnung Fahrnberger zufolge erlassen wurde, gab es auf Anfrage vorerst keine Stellungnahme.

Freitag könnte Wetterfenster versprechen

Die Hochkar Alpenstraße blieb weiterhin gesperrt. "Wir haben die drei Kilometer bis zur ersten Gefahrenstelle gestern geräumt, müssen damit aber jetzt von vorne beginnen", sagte der Bürgermeister. Schneefall und umgestürzte Bäume haben die Fahrbahn demnach in der Nacht auf Mittwoch erneut unpassierbar gemacht. Im Bereich der ersten Gefahrenstelle soll am Nachmittag vom Boden aus eine Lawinenabsprengung erfolgen.

Anzeige

Für Freitag rechnet Fahrnberger mit einem Wetterfenster, das Hubschraubereinsätze und Lawinensprengungen an den weiteren Gefahrenstellen ermöglichen könnte. "Es dauert dann rund eineinhalb Tage, bis die Straße wieder frei ist." Aus heutiger Sicht könnten am Sonntag die angeforderten Kräfte des Bundesheeres am Hochkar eintreffen, um Wohnobjekte freizuschaufeln.

Das Skigebiet war am Montag evakuiert worden. Rund 100 Gäste, Mitarbeiter und Bewohner hatten am Nachmittag im Fahrzeugkonvoi das Hochkar verlassen.

Katastrophengebiet enger gefasst

Als Katastrophengebiet gelten in der Gemeinde Göstling (Bezirk Scheibbs) die Hochkar Alpenstraße und das gesamte Skigebiet Hochkar. Die Bezirkshauptmannschaft Scheibbs gab diese Konkretisierung Mittwochmittag auf Anfrage bekannt. Wann die Verordnung aufgehoben werden kann, sei derzeit noch nicht abschätzbar.