Kunstpreis für Lunzer Wellenklänge-Initiatorin

Die Lunzer Wellenklänge-Initiatorin Suzie Heger darf sich über höchste Ehrung für Kunstschaffende freuen.

Erstellt am 22. Mai 2018 | 09:04
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Auszeichnung Österreichischer Kunstpreis für Lunzer Wellenklänge Initiatorin Suzie Heger
Suzie Heger
Foto: Christian Eplinger

„In der Kunst ist es immer ein Glücksfall, wenn eine handelnde Person von einem inneren Kompass geleitet wird – von einer Haltung, von einer Vision“ – Worte, welche die Jury des Österreichischen Kulturpreises für Suzie Heger findet. Und auch Worte, welche die Lunzerin tief berührt haben – kam mit ihnen doch auch die Bestätigung, dass sie mit dem Verein „wellenklaenge“ in der Kategorie „Kulturinitiativen“ den bundesweiten Kulturpreis gewonnen hat: „Ich war total gerührt und konnte es kaum glauben“, erzählt Heger. „Nachdem ich die Begründung der Jury gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich verstanden hat, um was es mir ging. Ich hatte Tränen in den Augen.“

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Auszeichnung Österreichischer Kunstpreis für Lunzer Wellenklänge Initiatorin Suzie Heger
Suzie Heger
Foto: Christian Eplinger

So erinnert die Jury um Josef Schick und Thomas Wolkinger etwa an die Anfänge der wellenklaenge“, an Hegers Loyalität zur Qualität, ihren Wunsch nach einer „speziellen Mischung“, ihr Bekenntnis zu Lunz. Kunst verstecke sich beim Wellenklänge-Festival nicht in einem Kunsttempel, sondern: „Sie geht da hin, wo die Leute sind“. Hegers Ziel, die Menschen zu erreichen – nicht Kultur für elitäre Schichten zu bieten – wurde nach Meinung der Jury klar erreicht.

Schick und Wolkinger erklären: „Suzie Heger zeigt mit ihrem Festival noch etwas exemplarisch: Die Zeiten, in denen spannende Inhalte nur in urbanen Zentren geboten wurden, sind vorbei. Sie waren es in Wahrheit auch vor 20 Jahren schon. Mag sein, dass das vielen damals noch nicht bewusst war. Suzie Heger hat es klar erkannt, klug analysiert und hervorragend umgesetzt.“

Für Heger ist der Kulturpreis ganz klar eine Bestätigung für die jahrelange harte Arbeit, für ihr Schaffen und ihre Vorstellungen: „Es war ja am Anfang auch nicht leicht. Nicht jeder war begeistert von der Idee, aber wir sind drangeblieben.“

Heute ist Heger nicht mehr Intendantin, sie hat schon im Vorjahr das Zepter an Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer weitergereicht. Zu ihrer finalen Saison sagte die Lunzerin 2017 ohne Wehmut: „Ich sitze jetzt in der ersten Reihe, genieße die Konzerte und applaudiere eifrig – ganz entspannt, ohne Nervosität.“