Scheibbser Kulturpreis für Judith McGregor

24 Jahre nach ihrem Vater Herbert Schlöglhofer erhält Judith McGregor den Scheibbser Kulturpreis 2021.

Erstellt am 14. Dezember 2021 | 09:24
Lesezeit: 1 Min
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Eine Familie, zwei Kulturpreisträger: Herbert Schlöglhofer mit Tochter Judith McGregor.
Foto: www.eisenstrasse.info

Vor zwei Jahren hatte sie selbst noch den Vorsitz der Kulturjury. Vor 24 Jahren war ihr Vater Herbert Schlöglhofer der dritte Preisträger des 1995 ins Leben gerufenen Scheibbser Kulturpreises. Und jetzt ist sie selbst an der Reihe: Die diesjährige Scheibbser Kulturjury unter dem Vorsitz von Wolfgang Ellmauer verlieh Judith McGregor den Scheibbser Kulturpreis 2021.

Seit vielen Jahren prägt Judith McGregor das kulturelle Leben in Scheibbs maßgeblich mit. Die ausgebildete Bratschistin gastierte als Mitglied zahlreicher Ensembles bereits in Japan, China, Frankreich oder Spanien. 2015 übernahm sie die Leitung des Scheibbser Kammerorchesters von ihrem Vater und gründete das Jugendensemble „vielsAitig“, das als Talentschmiede des Kammerorchesters verstanden werden kann. Mit diesem Ensemble bringt sie Werke aus dem klassischen Orchesterrepertoire sowie zeitgenössische Stücke zur Aufführung. So standen bereits Saint-Saens „Karneval der Tiere“, Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ oder Schulzes „Der Bär“ und „Mozart pur“ am Programm.

Als Lehrende an der Johann Heinrich Schmelzer Musikschule versteht es Judith McGregor, bei ihren Schülern die Liebe zur klassischen Musik zu wecken. Zahlreiche Preise bei Musikschul-Wettbewerben sind ein sichtbares Zeichen McGregors erfolgreicher Unterrichtstätigkeit. Einige ihrer Schüler haben auch schon eine professionelle Musikerkarriere eingeschlagen, unterstreicht die Kulturjury in ihrer Begründung.

Judith McGregor selbst freut sich über diese Auszeichnung: „Das ist eine sehr schöne öffentliche Wertschätzung für eine über viele Jahre gehende Arbeit. Noch dazu ist es in Scheibbs eine besondere Auszeichnung, da es viele Kulturschaffende gibt, die sich diesen Preis verdienen würden“, sagt Judith McGregor in einem ersten Statement gegenüber der NÖN. Dass sie damit auch hier, so wie beim Kammerorchester, in die Fußstapfen ihres Vaters tritt, freut McGregor: „Mein Vater hat bei mir die Flamme für klassische Musik entfacht. Ihm verdanke ich vieles.“