ÖGUT-Umweltpreis geht nach Wieselburg. Dina Bacovsky, Standortleiterin im K1-Kompetenzzentrum BEST Wieselburg, mit ÖGUT-Umweltpreis ausgezeichnet.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 20. Mai 2021 (04:56)
Große Freude im K1-Kompetenzzentrum BEST: Standortleiterin Dina Bacovsky (rechts), die seit 2007 in Wieselburg tätig ist und seit 2014 den Standort leitet, durfte aus den Händen von ÖGUT-Generalsekretärin Monika Auer den Umweltpreis 2020 in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“ entgegennehmen. Ein weiterer Erfolg für Bacovsky, die erst im März mit ihrem Team ein UNIDO-Projekt an Land gezogen hatte.
Katharina Schiffl, Katharina Schiffl

Allein die Nominierung für den 34. Umweltpreis der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) sei schon eine riesengroße Auszeichnung, meinte Walter Haslinger, Geschäftsführer im K1-Kompetenzzentrum BEST (Bioenergy and Sustainable Technologies GmbH), im Dezember. Immerhin werden dort die besten Projekte und Vorbilder im Bereich Nachhaltigkeit aus ganz Österreich vor den Vorhang gebeten.

Jetzt ist diese Auszeichnung Realität. Dina Bacovsky, seit 2007 als Senior Researcher und Unit Head und schließlich seit 2014 Leiterin des BEST-Standortes Wieselburg, erhielt den ÖGUT-Umweltpreis 2020 in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“. Sie darf sich nicht nur über die Auszeichnung selbst, sondern auch über ein Preisgeld von 5.000 Euro vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) freuen.

Durch ihre Expertise im Bereich Bioökonomie, insbesondere der zukunftsfähigen Kraftstoffe, ist Dina Bacovsky nicht nur national, sondern auch international gut vernetzt. Aber nicht nur ihre Karriere hat die Jury beeindruckt.

Wichtig für die Nominierung in der Kategorie „Frauen in der Umwelttechnik“ war auch ihr Engagement als Mentorin für junge Frauen. Dina Bacovsky ist Mentorin im firmeneigenen Mentoringprogramm für junge Mitarbeiterinnen. Dieses Programm hat zum Ziel, mehr Frauen im Unternehmen in Führungspositionen zu bringen. Als Vorgesetzte befähigt sie durch ihre fordernde und fördernde Art ihre Mitarbeiter, ihre persönlichen Karrieren voranzutreiben.

Einziges Pech für Bacovsky: Die Pandemie hat eine große Preisgala verhindert. Deshalb wurde die Verleihung Anfang Mai individuell vorgenommen.

Vorbilder, Ideengeber und Wegweiser

„Die Preisträger des ÖGUT Umweltpreises 2020 sind Vorbilder, Ideengeber und Wegweiser – sie zeigen, wie das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit in konkrete Projekte gefasst werden kann“, gratulierte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Und auch ÖGUT-Generalsekretärin Monika Auer zog zufrieden Bilanz über die Umweltpreis-Online-Events, die im Zeitraum Februar bis April über die Bühne gingen.

„Dieser Austausch zwischen Pionieren zu Erfahrungen, Learnings, Erfolgen und Hürden, die man gemeistert hat, wurde sehr positiv aufgenommen und ich freue mich sehr, dass wir hier einen mehr als würdigen Ersatz, einen wirklichen Mehrwert, anbieten konnten“, sagt Auer.

Ebenfalls für einen ÖGUT-Umweltpreis nominiert war das BEST-Projekt „Microgrid Forschungslabor Wieselburg“. Dieses erforscht die Auslegung und den Betrieb von Microgrid-Technologien aus der techno-ökonomischen Perspektive für Stadtquartiere und Local Energy Communities unter Berücksichtigung sektoraler Kopplung von Strom, Wärme und Kälte. In der Kategorie „Innovation und Stadt“ musste sich das BEST-Projekt aber dem Projekt CO 2 -neutrale Quartierssanierung Friedrich-Inhauser-Straße des Projektkonsortiums rund um das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen geschlagen geben. Leistbares Wohnen, höchste Ansprüche an städtische Lebensqualität und Klimaschutz werden im Siegerprojekt vereint.