Eco-Jet auf Probefahrt im Erlauftal. Fahrgäste der Erlauftalbahn bekamen Vorgeschmack auf Reisen mit batteriebetriebenem Cityjet eco.

Von Karin Katona. Erstellt am 25. Juli 2019 (03:32)
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Der Cityjet eco hat auf seiner Probefahrt im Erlauftal auch im Bahnhof Purgstall Halt gemacht. Der Zug verfügt über elektro-hybriden Batterieantrieb und kann daher auch auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken eingesetzt werden. 
Sepp Fuchs

Eine Überraschung hatten die ÖBB am 15. Juli für ihre Fahrgäste auf der Erlauftalbahn auf Lager: Statt der gewohnten alten Garnituren fuhr der modernste Zug ein, der derzeit auf Österreichs Bahnstrecken verkehrt.

Der Cityjet eco hat einen elektro-hybriden Batterieantrieb und kann daher auch auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken eingesetzt werden.

Laut ÖBB-Pressestelle ist die eintägige Probefahrt im Erlauftal bereits Teil der Evaluierung der Lokal-Bahnlinien, die im Rahmen des ÖBB-Investitionspakets elektrifiziert werden sollen. Auch auf den anderen Lokalbahnen, wie der Kamptalbahn, der Traisentalbahn oder der Kremser Bahn, gab der Eco-Jet ein Gastspiel.

Elektrififzierung bis 2024/2025

„Die Infrastrukturentwicklung läuft und wird bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein“, weiß Christopher Seif, Pressesprecher der ÖBB NÖ. Für konkrete Aussagen über Änderungen und Neuerungen sei es jedoch noch zu früh. Fix sei aber: „Mit der Planung der Erlauftalbahn von Pöchlarn nach Scheibbs wird noch heuer begonnen. Und bis 2024/25 sollte die Elektrifizierung abgeschlossen sein.“

„Es war Zeit, dass man einsieht, dass
die Regionalbahnen dringend ausgebaut werden müssen.“Robert Teufel, Gründer der Plattform Pro Erlauftalbahn

Bis dahin müssen unter anderem auch die Bahnsteige an die neuen, längeren Garnituren angepasst werden. Robert Teufel, der 2006 die Plattform Pro Erlauftalbahn gegründet hat, freut sich, dass das Damoklesschwert, das seit der Einstellung des Streckenabschnitts Kienberg-Scheibbs über der Erlauftalbahn hing, verschwunden ist.

„Bahnfahren hat Zukunft und wird immer beliebter, wie man auf den großen Strecken beobachten kann. Es war Zeit, dass man einsieht, dass die Regionalbahnen erhalten und ausgebaut werden müssen.“