Nahversorger in Puchenstuben: Zähes Ringen um Nachfolge

Erstellt am 11. Februar 2022 | 06:31
Lesezeit: 2 Min
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Seit 1. Februar ist das Nah & Frisch-Geschäft von Horst Fahrnberger in Puchenstuben geschlossen. Ein Nachfolger wird gesucht.
Foto: Christian Eplinger
Mit der Pensionierung von Horst Fahrnberger wird auch sein „Nah&Frisch“-Geschäft geschlossen – Gemeinde ist im Zugzwang.
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Noch ist es geöffnet, das kleine Nah&Frisch-Geschäft von Horst Fahrnberger. Derzeit wird es noch von seiner Lebensgefährtin Henriette Deuretzbacher weitergeführt. „Ich hoffe, doch noch einen Nachfolger zu finden, und will nur eine geordnete Übergabe“, sagt Fahrnberger, der in Puchenstuben auch eine Schlosserei betrieben hat und seit Kurzem in Pension ist.

Vor zwei Wochen hatte Fahrnberger via NÖN harsche Kritik an der Gemeinde geübt, die mangelnde Unterstützung beklagt, die ihm entgegen gebracht worden sei. Gern, sagt Bürgermeister Helmut Emsenhuber, habe er das nicht gelesen, denn: „Die Gemeinde hat ihn sehr wohl unterstützt. Wir waren ja alle froh, dass er das Geschäft übernommen hat.“ Während des NÖN-Telefonats ist Emsenhuber gerade unterwegs – zu Horst Fahrnberger, um sich dort seine Jause und den morgendlichen Kaffee abzuholen, bevor es weiter zur Gemeinde geht. „Wir sind in Puchenstuben nur 300 Leute. Die meisten pendeln aus und erledigen auch ihre großen Einkäufe auswärts“, gibt Helmut Emsenhuber zu. „Aber ein Nahversorger könnte in unserer Gemeinde trotzdem gut leben“, ist er überzeugt.

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