Kienberg: Altes Gemäuer geht, etwas Neues entsteht. Auf dem Areal des Forstgutes Kienberg entsteht derzeit ein neues Urlauber-Ferienhaus. Alte Post wird demnächst abgerissen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 22. August 2020 (05:24)
Theresa Quthwaite (Mitte) mit ihrer rechten Hand Claudia Sonnleitner und Bürgermeisterin Renate Rakwetz vor dem derzeit entstehenden Ferienhaus.
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Seit dem Tod von Lily Claire Reithlinger – der Witwe des Heiser-Eigentümers Carl Theodor Reitlinger – im Mai des Vorjahres führt Erbin und Nichte Teresa Outhwaite die Geschäfte der Forst- und Liegenschaftsverwaltung Kienberg weiter.

Eine ambitionierte Aufgabe. Denn das Erbe umfasst neben Wald und Wiesen auch viele denkmalgeschützte Gebäude, die bereits dem Verfall ausgesetzt sind. „Mir liegt sehr viel daran, dass wir hier etwas für die Region und die Leute schaffen“, sagt die in England lebende Mutter von zwei Kindern.

Appartements im modern-alpinen Stil gestaltet

Als ersten Schritt hat Outhwaite ein ehemaliges Arbeiterhaus hinter dem Herrenhaus abreißen lassen. Hier entstehen gerade neue Feriendomizile für Urlaubsgäste. Die insgesamt fünf Wohnungen in idyllisch ruhiger Lage sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

„Eigentlich wäre ja ein Baustart bereits im März geplant gewesen, wegen Corona hat es sich aber um einen Monat verschoben“, erklärt die Eigentümerin, die derzeit auf Aufenthalt in Kienberg verweilt. Die Appartements in der Größe von 40 bis 50 Quadratmeter werden im modern-alpinen Stil gestaltet. Unterstützt wird sie bei ihrem Vorhaben von ihrer rechten Hand Claudia Sonnleitner.

Doch das Ferienhaus ist nur eines von zahlreichen Ideen, die die Erbin auf dem ehemaligen Anwesen ihrer Tante verwirklichen möchte. Denn auch drei denkmalgeschützte Gebäude – die ehemalige Gießerei, die alte Post und der alte Kindergarten – befinden sich auf dem Areal.

„Alle diese Gebäude sind leider seit Jahren dem Verfall ausgesetzt. Nach jahrelangem Bemühen ist es uns jetzt gelungen, die alte Post aus dem Denkmalschutz herauszubekommen“, erklärt sie.

Das Gebäude, dass direkt an den Radweg grenzt, ist bereits einsturzgefährdet und soll demnächst geschleift werden. Die beiden anderen Häuser will die Besitzerin sanieren. „Ideen für eine neuerliche Nutzung habe ich schon im Kopf“, so Outhwaite.