Wieselburg hat neues Wahrzeichen aus Holz. Das neue 16,5 Meter hohe Verwaltungsgebäude von Wibeba Holz in Wieselburg ist für den Niederösterreichischen Holzbaupreis 2019 nominiert. Preisverleihung ist am 15. Mai.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 03. Mai 2019 (04:07)
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16,5 Meter hoch, 16 Meter lang und 16 Meter breit – das sind die Maße des neuen Wibeba-Verwaltungsgebäudes. Mit seiner unbehandelten Eichen-Fassade ist es quasi das neue Wahrzeichen aus Holz direkt bei der Wieselburger Stadteinfahrt (aus Petzenkirchen kommend).
Christian Eplinger

16 Meter lang, 16 Meter breit und 16,5 Meter hoch – das sind die Maße des neuen Verwaltungsgebäudes von Wibeba Holz direkt an der Wiener Straße gelegen. Im Mai des Vorjahres war Baubeginn, seit Anfang des Jahres sind die Geschäftsführung und die acht Büromitarbeiter in das neue, mehr als 3 Millionen Euro teure Gebäude übersiedelt.

Von hier werden nun die Geschicke des knapp 200 Mitarbeiter und vier Produktionsstandorte umfassenden, im deutschsprachigen Raum führenden Herstellers von Laubholzplatten gelenkt. Aktuell verarbeitet Wibeba Holz rund 500.000 m Massivholzplatten im Jahr. Tendenz steigend, nachdem seit der Vorwoche auch die neue Produktionsstätte in Heiligenkreuz im Zweischicht-Betrieb läuft.

Mit der Errichtung der neuen Trocknungshallen sowie des Verwaltungsgebäudes in Wieselburg und der Installierung des neuen Produktionsstandortes in Heiligenkreuz hat Wibeba Holz in den letzten drei Jahren rund 15 Millionen Euro investiert.

Vier Materialien: Holz, Beton, Glas und Eisen

Das neue Verwaltungsgebäude verkörpert innen und außen die Firma Wibeba Holz. „Im Grunde kamen beim Bau nur vier Materialien zum Einsatz: Holz, Beton, Glas und Stahl“, erklärt Seniorchef Johann Sunk der NÖN. Rund um den betonierten Gebäudekörper, der das Stiegenhaus und den Liftschacht umfasst, wurde alles in Holzbauweise gefertigt. Sechs Etagen (in Halbstöcke untergliedert) inklusive entsprechendem Empfangsraum, Büro- und Archivräumen, großem Schulungsbereich und großzügig angelegter Dachterrasse mit Ötscherblick.

Die Fassade des Gebäudes ist aus unbehandelter Eiche, dem Hauptwerkstoff von Wibeba. Die Wände innen sind mit Weißtanne aus dem Bregenzerwald verkleidet und die komplette Einrichtung ist wieder aus Eiche. „Wir haben allein bei der Einrichtung rund 1.400 m² einschichtige Eiche-Massivholzplatten verarbeitet und über 600 m² Landhausdielenparkett in Eiche verlegt“, schildert Johann Sunk.

Die offizielle Eröffnung ist für September geplant – nach dem Betriebsurlaub, da sei wieder mehr Luft. Zudem fehlen noch Beschilderung und die entsprechende Ausgestaltung der Räume. Auch die Außenanlagen sind noch nicht fertig.

Zu feiern könnte es dennoch bereits am 15. Mai etwas geben. Denn das Wibeba Verwaltungsgebäude ist für den NÖ Holzbaupreis 2019 in der Kategorie „Nutzbau“ nominiert. „In der Karwoche war die 16-köpfige Jury bei uns und hat alles genau unter die Lupe genommen“, erzählt Johann Sunk. Die Preisverleihung findet übrigens in Wieselburg statt – purer Zufall oder mehr ...?