Lunzer Begegnungszone bekommt erste Risse

Erstellt am 04. Mai 2022 | 04:35
Lesezeit: 2 Min
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Die Fahrbahnschäden in der Lunzer Begegnungszone werden nun genauestens dokumentiert.
Foto: privat
Bereits nach einem Jahr weist die neue Begegnungszone im Lunzer Ortszentrum einige Mängel auf. Ein Sachverständiger war vergangenen Woche vor Ort.
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Risse im Asphalt und Ausbrüche an den Übergängen – die neu errichtete Begegnungszone weist bereits nach einem Jahr Mängel auf.

Ein Sachverständiger war im Auftrag der Gemeinde in der vergangenen Woche vor Ort, um sich von den Schäden mittels eines Laserscans ein Bild zu machen. „Der Grund für diese lag vermutlich am schlechten Wetter beim Einbau der halbstarren Decke“, weiß Bürgermeister Josef Schachner. Die Schäden wurden dokumentiert. Ein Gutachten wird erstellt. Kosten werden der Gemeinde laut dem Bürgermeister für die Beseitigung der Schäden keine Entstehen, denn diese fallen unter die fünfjährige Haftungsgarantie.

„Das ist für mich eine ganz klare Sache. Die ausführenden Firmen müssen die Kosten der Sanierung der Fahrbahn übernehmen. Deshalb ist es mir auch besonders wichtig, dass die Mängel genauestens dokumentiert werden. Bei uns bleiben lediglich die Kosten für den Sachverständigen hängen“, meint Schachner.

SPÖ übt Kritik an Haftungsübernahme

Das sieht SPÖ-Vorsitzender Andreas Danner nicht ganz so: „Was bei dem Gutachten konkret herauskommen wird, ist ja jetzt noch gar nicht bekannt.“ Wenn die Kosten den Baufirmen übertragen werden können, ist es gut, aber sonst kann das für die Gemeinde sehr kostspielig werden.“

Die Entscheidung der ÖVP auf die halbstarre Decke und die Übernahme der Haftung war seiner Meinung nach ein Fehler. Seine Fraktion hat bei der Gemeinderatssitzung im Juli 2020 gegen die Haftungsübernahme der technischen Beschaffenheit der Fahrbahnstrecke gegenüber der Landesstraßenverwaltung gestimmt. Nun fühlt er sich in seinen Bedenken bestätigt. Denn die Instandhaltung und die Erneuerung der halbstarren Decke verbleiben jetzt bei der Gemeinde. Allfällige Schäden, die auch beim Winterdienst immer wieder entstehen können, müssen auf Kosten der Gemeinde behoben werden.

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