Am Hochkar wird weiter investiert. Johannes Putz baut Almgasthof aus, Bergbahnen investieren 700.000 Euro in neuen Schlepplift am Leckerplan-Sonnenhang.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. September 2017 (05:00)
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Der JoSchi Almgasthof wird aktuell um- und ausgebaut. Neben acht neuen Zimmern wird auch der Restaurantbereich deutlich vergrößert und um Sonnenterrasse und Wintergarten erweitert.

Während derzeit vor allem am Wochenende bei dem herrlichen Sommerwetter das Hochkar von Wanderern und Erholungssuchenden bevölkert wird, wird parallel dazu auch fleißig die Infrastruktur verbessert.

Die aktuell größte Baustelle betrifft den JoSchi Almgasthof. Seit drei Jahren betreibt Johannes Putz bereits den ehemaligen Gasthof Jagersberger. Im Vorjahr hat er ihn fix erworben. Jetzt wird groß um- und ausgebaut. „Wir haben ja schon in den letzten Jahren einiges renoviert, wobei der traditionelle Charakter des aus den 70er-Jahren stammenden Gebäudes erhalten geblieben ist. Das soll auch jetzt so bleiben, wo wir doch größer um- und ausbauen“, schildert Johannes Putz im NÖN-Gespräch.

Neue Zimmer, großer Restaurantbereich

Acht neue Zimmer werden gerade errichtet, wodurch die Bettenkapazität im Almgasthof auf 90 Betten aufgestockt wird (70 zu vermieten, 20 für die Mitarbeiter). Parallel werden die alten Räume modernisiert. Hauptpunkt ist aber die Erweiterung des Restaurants.

„Bisher hatten wir im Almgasthof keinen Tagesbetrieb mehr. Das soll sich ab der neuen Saison ändern. Uns steht dann ein Restaurant mit 140 Quadratmetern zur Verfügung, das auch über einen tollen Wintergarten und eine große Sonnenterrasse verfügen wird. Gleichzeitig wird es einen eigenen Restaurantbereich für die Hotelgäste geben“, schildert Putz.

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Der Doppelschlepplift auf dem Leckerplan-Sonnenhang („B-Lift“) ist bereits abgetragen und wird durch einen neuen modernen Schlepplift mit höherer Förderkapazität ersetzt.

Bis Ende November will Johannes Putz den Umbau abgeschlossen haben. Denn für die Wintersaison gibt es schon die ersten fixen Buchungen. Künftig soll der Almgasthof dann als Ganzjahresbetrieb im Sommer und Winter geöffnet haben.

Mit dieser Investition erweitet Johannes Putz sein „Betten-Imperium“ am Hochkar deutlich. Neben dem Almgasthof gibt es 71 Betten im 4-Stern-Sporthaus, 30 Betten in der Sportpension und zehn Betten in der Almhütte. „Für uns ist dieser Ausbau der nächste Schritt nach vorne. Auch wenn das Ganze natürlich mit einem finanziellen Risiko behaftet ist, aber durch dieses vielfältige Angebot werden wir sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeiter immer attraktiver“, weiß Johannes Putz.

Doppel-Schlepplift abgetragen und ersetzt

Die zweite aktuelle große Baustelle am Hochkar gehört den Hochkar Bergbahnen selbst. Der aus den 60er-Jahren stammende Doppel-Schlepplift („B-Lift“) auf der Leckerplan wurde abgetragen. Statt diesem wird ein neuer, moderner Schlepplift mit einer höheren Förderkapazität errichtet.

„Wir haben uns wieder für einen Schlepplift entschieden, da ein Sessellift in dieser Lage und Ausrichtung aufgrund der Windverhältnisse vermutlich zu viele Stehzeiten hätte. Damit sind unsere Liftanlagen alle wieder auf einem relativ modernen Stand“, erklärt Rainer Rohregger, Geschäftsführer der Hochkar Bergbahnen, gegenüber der NÖN. Die Investitionssumme für den Lift beträgt rund 700.000 Euro.

Gleichzeitig mit dem neuen Schlepplift wird auch die Piste in diesem Bereich deutlich verbreitert. Hinzu kommen weitere Sicherheitsentwicklungen bei Pisten- und Liftanlagen. Somit werden im heurigen Sommer von den Bergbahnen direkt rund 1,2 Millionen Euro investiert.