Platznot: Scheibbser Rotkreuz-Zentrale wird ausgebaut. Zu wenige Garagen-Stellplätze, zu wenig Lagerräume und zu wenige Büro-Arbeitsplätze machen Ausbau dringend nötig.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 14. September 2017 (04:40)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die 1995 eröffnete Scheibbser Rotkreuz-Bezirkszentrale ist mittlerweile schon wieder zu klein geworden. Ein groß angelegter Um- und Zubau im kommenden Jahr soll der Platznot Abhilfe schaffen.
RK/Hürner

Der Um- und Ausbau der Rotkreuz-Bezirkszentrale in Scheibbs steht derzeit bei praktisch allen Gemeinden des Bezirks auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Dabei werden die Gemeinden gar nicht separat zur Kasse gebeten, sondern müssen „nur“ beschließen, dass 4,39 Euro ihres jährlichen Rettungsdienstbeitrages von insgesamt 10 Euro pro Kopf vom Roten Kreuz für diesen Aus- und Umbau zweckgewidmet werden.

Die NÖN fragte beim Roten Kreuz in Scheibbs nach, warum dieser Ausbau unumgänglich ist. Bezirksstellenleiter Kurt Schlögl erläuterte: „Die stetig steigende Zahl an Sanitäts- und Rettungseinsätzen machte in den letzten Jahren mehrfach eine Aufstockung in unserem Fuhrpark erforderlich. Aktuell stehen wir bei etwa 22.000 Patiententransporten pro Jahr. Leider ist die Garage – obwohl sie 1995 sehr großzügig konzipiert wurde – mittlerweile viel zu klein. Mehrere Rettungsfahrzeuge stehen das ganze Jahr im Freien, was uns vor allem im Winter Probleme beschert.“

„Leute sitzen im Büro teilweise aufeinander“

Auch die seit Jahren fehlenden Lagerräume sollen in diesem Projekt genauso realisiert werden wie eine Aufstockung der Büro-Arbeitsplätze. „Die Verwaltungstätigkeiten werden immer mehr. Im Bürotrakt sitzen die Leute teilweise sprichwörtlich aufeinander. Daher ist der Um- und Zubau am Bürotrakt ein Muss“, erklärt Schlögl.

Gleichzeitig soll auch die generelle Parkraumproblematik vor dem Rotkreuz-Haus verbessert werden. „Wir teilen unseren Parkplatz mit dem Röntgeninstitut von Dr. Resch & Partner. Das führt werktags immer wieder zu Engpässen und dazu, dass einerseits unsere Mitarbeiter nicht mehr bei der Dienstelle parken können und wir andererseits immer wieder Probleme mit Falschparkern in der Rettungsausfahrt haben“, schildert Schlögl. Beim geplanten Bauprojekt sollen daher auch zusätzliche Stellplätze im Freibereich geschaffen werden.