Rinderzucht: Ein heimischer Landessieg. Der Rinderzuchtverein Persenbeug holte sich bei der Premiere in Bergland den NÖ Vereinscup. Bei der Landesschau gab es einen Sieg für den Rinderzuchtverein Scheibbs.

Erstellt am 04. Dezember 2018 (03:34)

Der mit Spannung erwartete erste NÖ Fleckvieh-Vereinscup, der nach einer Idee von NÖ-Genetik Zuchtleiter Ernst Grabner in der Berglandhalle abgehalten wurde, war auf allen Ebenen ein voller Erfolg. Präzise organisiert, perfekt abgelaufen, ein fachlich und rhetorisch versierter Preisrichter, hervorragende Fleckviehkühe sowie sehr viele Besucher aus nah und fern und jede Menge prominente Ehrengäste waren die Komponenten dieser gelungenen Premiere.

„Schauen sind das Schaufenster der täglichen Arbeit und bieten die Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit auch bei Fitness und Gesundheit der Zuchttiere in den Mittelpunkt zu rücken“, betonte Landesobmann Leopold Buchegger bei der Begrüßung und freute sich mit der Kuh Nadine von Waltraud Fried aus Oberndorf auch einer Züchterin aus seiner Heimatgemeinde Oberndorf zu einem Landessieg zu gratulieren.

Die hohe Qualität der vorgestellten Tiere und das dahinter liegende Engagement der Bauern wurde in den Grußworten von Landtagsabgeordneten Karl Moser, der die Grüße von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überbrachte, besonders hervorgehoben. Er unterstrich die vielfältige Unterstützung des Landes Niederösterreich für die Qualitätsarbeit für Zucht und Produktion gratulierte vor allem den ausstellenden Züchtern zu den gezeigten Leistungen.

31 Zuchtvereine stellten sich dem Preisrichter

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der erste Vereinscup. 31 Rinderzuchtvereine Niederösterreichs stellten sich dem renommierten bayrischen Preisrichter Josef Zieglsgänsberger. Im Finale setzte sich schließlich der Rinderzuchtverein Persenbeug gegen Scheibbs und Amstetten durch.

Gleichzeitig bot der Vereinscup die Möglichkeit, die niederösterreichischen Fleckvieh-Landeschampions zu ermitteln.

Jungkuhchampion kommt aus Winklarn

Bei den Erstlingskühen fand Preisrichter Josef Zieglgänsberger mit der GS Woyzek-Tochter Helm von Bernhard Zehethofer aus Winklarn (Rinderzuchtverein Amstetten) eine klare Siegerin. Reservechampion wurde die Raldi-Tochter Samira von Maria Pichler aus Artstetten-Pöbring (RZV Melk Nord).

Finale der Kühe mit zwei bis vier Abkalbungen

Bei den Kühen mit zwei bis vier Kälbern setzte sich die Zweitkalbskuh Selli von Anita und Christian Viertlmayer aus Euratsfeld (RZV Amstetten) durch. Zum Reservechampion der mittleren Kuhklasse wählte der Preisrichter die GS Woyzek-Tochter Odize von Regina und Michael Heindl aus Hofstetten-Grünau (RZV Kirchberg bzw. Pielachtal).

Landessieg der älteren Kühe

Den Landessieg der Kühe mit fünf und mehr Abkalbungen holte sich die GS Marginal-Tochter Glera von Rosemarie und Josef Pechhacker aus Ybbsitz (RZV Waidhofen an der Ybbs). Reservesiegerin wurde die Achtkalbskuh Nadine von Waltraud Fried aus Oberndorf an der Melk (RZV Scheibbs), die sich eben auch den Titel „bestes Euter“ sicherte. Der Reservetitel dieser Kategorie ging an die Zweitkalbskuh Elsa von der Strasser GesnbR aus Bergland (RZV Ybbs).