Rinderzuchtverband hat neuen Geschäftsführer. Karl Zottl ist neuer Rinderzuchtverbands-Geschäftsführer. Zusammenarbeit und Kundenorientierung stehen für ihn ganz oben.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Juni 2017 (05:00)
Christian Eplinger
Der neue Geschäftsführer der NÖ Genetik, Karl Zottl, freut sich über den aktuell gut gehenden Markt für Fleckviehkälbinnen. Hauptabnehmer derzeit ist die Türkei, wobei die Quarantäne- und Veterinärauflagen eine große Herausforderung darstellen. „Zum Glück arbeiten wir in diesem Bereich sehr gut mit den Amtstierärzten und dem Tiergesundheitsdienst zusammen. Aber auch die heimischen Landwirte kommen nicht zu kurz. Mit der Kalbinnenaktion des Landes gibt es eine optimale und treffsichere Unterstützung“, weiß Karl Zottl.

Still und leise – zumindest nach außen hin – ging bereits Mitte März der Geschäftsführerwechsel beim NÖ Rinderzuchtverband NÖ Genetik über die Bühne. Der 46-jährige Karl Zottl aus Kottes löste in dieser Funktion Gernot Ruth ab.

20 Jahre Erfahrung

Der dreifache Familienvater, der selbst aus einem Rinderzuchtbetrieb stammt und in seiner Heimatgemeinde auch als Gemeinderat tätig ist, ist seit knapp 20 Jahren in der Branche unterwegs. Zuvor war der Josephiner-Absolvent Geschäftsführer des Landeskontrollverbandes NÖ (LKV) in Zwettl.

„Ich war dort seit 1998 für Leistungsprüfungen und Qualitätssicherungen zuständig und hatte 110 Mitarbeiter unter mir. Jetzt bin ich so quasi auf die andere Seite gewechselt, aber weiter als Dienstleister und Servicestelle für die Landwirte unterwegs. Unser Ziel muss es sein, für unsere Kunden – und das sind die Bauern – Einkommen zu generieren“, betont Zottl, der dabei die Synergien zwischen LKV und dem 32 Mitarbeiter umfassenden Zuchtverband nützen will.

"Gemeinsame Botschaft rüberbringen"

„Jeder muss natürlich seine Eigenständigkeit bewahren, wichtig ist aber, eine gemeinsame Botschaft bei den Landwirten rüberzubringen. Wenn wir die Ohren offen halten und innovative Lösungen gemeinsam präsentieren, dann können wir für unsere 4.000 Milchbauern und Züchter viel bewirken“, ist Zottl überzeugt.

Die ersten zwei Monate waren für den neuen Geschäftsführer besonders positiv, denn der Versteigerungsmarkt boomt. Vor allem die Türkei ist beim Fleckvieh aktuell Hauptabnehmer – in großer Stückzahl und mit gutem Preis.