Nächste Metallskulptur ist Schrott

Zweiter schwerer Unfall: Die beiden großen Kreisverkehre der neuen Wieselburger Umfahrung stehen unter keinem guten Stern.

Christian Eplinger
Christian Eplinger Erstellt am 21. September 2021 | 19:24

Dass er mit dem ursprünglichen Auftrag für die Metallskulpturen für die beiden Umfahrungskreisverkehre Nord und Süd gleich einige „Folgeaufträge“ bekommen werde, hätte sich Metallbau-Meister Franz Wagner aus Bergland wohl auch nicht gedacht. Denn nachdem im Juli ein 20-jähriger Scheibbser die Metallskulptur bei der Umfahrungsausfahrt am Kreisverkehr Süd gerammt hatte, krachte am Freitag am frühen Morgen ein Autolenker in die Metallskulptur am Kreisverkehr Nord am Holzinger Berg. „Beim ersten Kreisverkehr war ein Kasten beschädigt. Das hat inklusive Betonier- und Elektroarbeiten Kosten von etwas über 30.000 Euro verursacht. Jetzt sind gleich zwei Kästen kaputt. Das heißt, es wird wohl doppelt so teuer“, weiß Thomas Lichtenschopf Bauamtsleiter der Stadtgemeinde Wieselburg.

Doch für den Unfalllenker vom Freitag bleibt das nicht der einzige Schaden. Hinzu kommen ein kaputtes Luxusauto und eine Gerichtsverhandlung. Denn der praktisch unverletzt gebliebene Lenker – ein St. Martiner – war nach dem Unfall weggelaufen und hatte dadurch zusätzlich noch eine große Suchaktion ausgelöst, bei der mehrere Feuerwehren sowie der Polizeihubschrauber und ein Personenspürhund im Einsatz waren. „Der Mann hatte Passanten ersucht, ihn nach Hause zu bringen. Als diese dies verneinten, lief er in den Wald. Bei der Wohnadresse des Mannes war nur seine Mutter zugegen. Auch sie wusste zunächst nicht, wo ihr Sohn geblieben sein konnte“, hieß es in einer Aussendung der Landespolizeidirektion. Schlussendlich konnte die Polizei den Mann aufgreifen. Er hatte bei einer Freundin genächtigt.