Zwei Helikopter gleichzeitig im Einsatz

Gleich zwei Alpinnotrufe gingen am Fronleichnamstag innerhalb von nur knapp einer Stunde bei der Bergrettung Göstling ein. Verunglückte kamen aus den Bezirken Tulln, Lilienfeld und Krems.

Christian Eplinger
Christian Eplinger Erstellt am 03. Juni 2018 | 12:37
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Foto: Bergrettung Mitterbach

Zunächst hatte ein Unwetter ein Gebrüderpaar aus dem Bezirk Tulln im Steinbachtal überrascht. Die beiden Bergsteiger (47 und 56 Jahre alt) waren vom Steinbachtal über den Rauhen Kamm zum Dürrensteingipfel aufgestiegen. Der Abstieg wäre über die Ybbstalerhütte geplant gewesen.

Gegen 13 Uhr überraschte aber starker Regen und Hagel die beiden Männer, sodass sie den Abstieg direttissima über den Klausgraben in Angriff nahmen. Im steilen felsdurchsetzten Gelände steckten sie aber bald fest und setzten den Notruf ab.

BMI-Helikopter wurde beim Anflug umgeleitet

Da der Christophorus 15 aus Ybbsitz aufgrund eines Unwetters nicht starten konnte, wurde zur raschen Bergung die Libelle des Innenministeriums alarmiert. Während des Anfluges ging aber der zweite Notruf ein. Ein 23-jähriger Mauterner (Bezirk Krems) hatte am Klettersteig „Heli-Kraft“ am Hochkar eine Panikattacke, als eine Schlechtwetterfront über das Gebiet hereinzog. Der Kletterer konnte nicht mehr weiter. Sein Begleiter, ein 23-jähriger aus St. Aegyd am Neuwald setzte daraufhin den Alpinnotruf ab. Die aufs Hochkar umgeleitete Libelle barg die beiden Kletterer mittels Tau.

Derweilen hatte sich in Ybbsitz das Unwetter verzogen, sodass der Rettungshubschrauber Christophorus 15 starten konnte. Dieser flog zum Einsatz ins Steinbachtal und bard die beiden Wanderer ebenfalls mittels Bergetau.

Die vier Geretteten hatten großes Glück. Denn unmittelbar nach den beiden Einsätzen, an denen insgesamt zwölf Mann der Bergrettung Göstling und drei Männer der Alpinpolizei NÖ West im Einsatz waren kam ein heftiges Gewitter mit Starkregen.