Rettungsaktion von vier Tourengehern am Ötscher läuft. Seit Sonntagnachmittag sind die Einsatzorganisationen der Bergrettung sowie der Alpinpolizei in Lackenhof am Ötscher im Einsatz.

Von Claudia Christ. Update am 22. März 2021 (12:30)

Vier Skitourengeher hatten sich am Sonntagnachmittag auf ihrer Tour vergangen und mussten, nachdem sie Ötscher-südseitig auf eine Seehöhe von rund 1.700 Meter nicht mehr weiter konnten, einen Alpinnotruf absetzen.

Der Rettungseinsatz wurde am Sonntag mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und seit heute 05.30 Uhr Früh wieder aufgenommen. Die Nacht verbrachten die vier Alpinisten in einer Schneewechte in einem Biwak.

"Die Rettungsaktion läuft auf Hochtouren", informiert Herbert Haslinger von der Bergrettung Lackenhof.  70 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Ihre Bemühungen, zu den Skitourengehern vorzudringen, wurde allerdings durch die anhaltenden Schnee- und Wetterlage und die “erheblichen Lawinengefahr" (Stufe 3) erschwert.

Die vier Personen sind laut Bergrettung dennoch den Umständen entsprechend wohlauf und konnten per Seilzügen mit Wärmemitteln, Flüssigkeit und einem Funkgerät versorgt werden. Zwei der vier Geretteten waren um die Mittagszeit bereits am Weg ins Tal: Einer konnte trotz Erfrierungen selbstständig mit den Skiern abfahren, der zweite ist dafür zu schwach und wird mit der Trage transportiert.

Ein Helikoptereinsatz war bisher aufgrund der Wetterlage nicht möglich.