Stephan Pernkopf als Bergretter. Auf Einladung der NÖ Bergrettung besuchte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf den Winterkurs der NÖ Bergrettung in Mitterbach. Auf diesem Weg bedankte sich der Landesrat für die intensive Freiwilligenarbeit der Bergretter im schneereichen Winter 2019.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. April 2019 (11:52)
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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (2. v. l.) und NÖ Bergrettung Landesleiter Matthias Cernusca (r.) am Winterkurs der Bergrettung.
NLK/Pfeiffer

„Unsere Berge sind für viele Einheimische und Touristen ein Erholungsraum. Dennoch ist es wichtig, auch hier die Eigenverantwortung zu leben. Immer wieder kommt es leider vor, dass Menschen wegen Überschätzung oder mangelnder Vorbereitung in Not kommen – dann ist die Bergrettung gefragt, die an 365 Tagen im Jahr jederzeit bereit ist bestmöglich zu helfen. Die Menschen müssen sich dennoch bewusst sein, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Retter in einer solchen Situation in Gefahr bringen", sagt Landesrat Pernkopf.

Gerade der vergangene Winter habe gezeigt, dass die Bergrettung als Hilfsorganisation im alpinen Raum in Niederösterreich auch in den Wintermonaten einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit leistet.

Herausfordernder Winter 2019 

Von Anfang Dezember 2018 bis Ende März 2019 wurden nach einer vorläufigen Statistik 428 Einsätze absolviert. „In diesem Winter konnte die Bergrettung bereits 383 verletzten Personen helfen, unverletzt konnten 50 Personen geborgen werden. Für drei Menschen kam leider jede Hilfe zu spät, weshalb sie nur mehr tot geborgen werden konnten“, erklärt Landesleiter Matthias Cernusca.

In Hohenberg kam es zu einem tragischen Lawinenunfall, bei dem zwei Personen nur noch tot geborgen werden konnten. Dem ging eine mehrtätige Suche voraus, bei der über 80 Bergretter aus verschiedenen Ortsstellen zusammenhalfen.

In 30 Ortsstellen stehen mehr als 1.300 Bergretter und Bergretterinnen sowie fünf Suchhunde bereit, um Hilfe bei alpinen Notfällen zu leisten.