Gemeinde Gresten kauft zwei Gebäude

Erstellt am 20. Januar 2022 | 18:55
Lesezeit: 3 Min
Mit dem Kauf des Gstettenhofs und des Tanner-Hauses setzt die Gemeinde Gresten einen wichtigen Schritt in Sachen Gemeindeerweiterung.
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Die Gemeinde Gresten hat noch vor Jahresende einen großen Deal abgeschlossen und gleich zwei Liegenschaften erworben. Das Haus Unterer Markt 26 und der Gstettenhof wechselten somit ihre Besitzer.

„Der Gedanke, den Gstettenhof in der Nachbarschaft zum Gemeindeamt zu erwerben, den gab es bereits im Jahr 2015“, erklärt Bürgermeister Harald Gnadenberger. Nun sieben Jahre später hat man sich mit dem Besitzer geeinigt. „Dabei möchte ich mich beim Vorbesitzer Nikolaus Lengersdorff für die kooperativen Gespräche bedanken“, sagt Gnadenberger, der auch schon konkrete Pläne mit der neuen Liegenschaft hegt. Denn zwischenzeitlich hat sich nämlich auch das Kindergarten-Projekt in der Gemeinde aufgetan. „Das Gebäude muss dringend renoviert werden. In Gesprächen mit dem Land NÖ wurde uns jedoch zu einem Neubau statt einer Sanierung geraten“, meint Gnadenberger. Letztere würde der Gemeinde über 800.000 Euro kosten. Zudem bedarf es aufgrund des Zuzuges einer vierten Gruppe und einer Tagesbetreuungsgruppe für Kleinkinder. „Die Liegenschaft des jetzigen Kindergartens ist mit 2.971 Quadratmeter für den fünfgruppigen Kindergarten einfach zu klein“, meint der Bürgermeister.

Deshalb habe man nach langen Diskussionen und in Abstimmung mit dem Gemeindevorstand den Plan entwickelt, auf dem nun angekauften Gstettenhof-Areal (KP: 525.000 Euro) gleich gegenüber das neue Kindergartenprojekt zu verwirklichen.

Viel Platz für neuen Kindergarten

Da die Westfassade des Gebäudes denkmalgeschützt ist, plant die Gemeinde, einzig den alten Stall abzureißen und dort den neuen Kindergarten zu errichten. „Das Grundstück hat dann über 4.000 Quadratmeter, ist Bauland Kerngebiet und dafür groß genug“, sagt Gnadenberger. Vorteile wären auch, dass man Synergieeffekte durch die räumliche Nähe von Kindergarten, Volksschule und Mittelschule nutzen könne.

Das verbleibende Gebäude biete nach der Sanierung — diese soll bis 2023 abgeschlossen sein — Räumlichkeiten für Sozialeinrichtungen, Gewerbetreiber, aber auch Künstler- und Wohnraum. „Die Wohnung wird wiederum vom Vorbesitzer Herrn Lengersdorff zurückgemietet“, erklärt Gnadenberger.

Das zweite erworbene Gebäude, das Tanner-Haus, (KP: 110.000 Euro) befinde sich außen in gutem Zustand. Die Mietverträge der beiden bisherigen Mieter, der Trafik und einer Wohnungsmieterin, bleiben weiterhin bestehen. Hier werden laut Bürgermeister nur notwendige Renovierungsarbeiten durchgeführt. „Die beiden Liegenschaften sind für die Erweiterung der Gemeinde wichtig. Wichtig war mir auch, dass wir im Zuge der Gespräche für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden haben“, betont Gnadenberger.

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