Betrug via Internet: 8.000 Euro Schaden. Angebliche Anzeige in der Türkei: Pensionist wurde Opfer von Cyberkriminalität.

Erstellt am 16. Juni 2014 (12:50)
Internetbetrug
NOEN, Erwin Wodicka

Einem 65-jährigen Pensionisten aus Gresten-Land wurde Anfang April dieses Jahres per Telefon gegen einen monatlichen Spieleinsatz von 80 bis 90 Euro die Teilnahme an Euro Lotto angeboten. Gegen Ende des Monats erhielt er dann ein Schreiben von Euro Lotto, in dem er aufgefordert wurde, eine offene Rechnung über 310,70 Euro zu begleichen – und das, obwohl dieser Betrag, mit der Zustimmung des Pensionisten bereits von dessen Konto abgebucht worden war.

Danach erhielt er immer wieder Anrufe einer angeblichen Anwaltskanzlei, von der ihm aufgetragen wurde, PaySafe-Zahlungen zu tätigen, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden. Zuletzt wurde der 65-Jährige von Personen, die sich telefonisch als Mitarbeiter von Interpol und der StA Salzburg ausgaben, zur Zahlung von zwei Mal 3.000 Euro und einmal 2.000 Euro per Western Union angewiesen. Dies wäre notwendig, so die Betrüger, da gegen den Geschädigten in der Türkei wegen seiner Zugehörigkeit zur El Kaida ein Strafverfahren eingeleitet worden sei.

Der Postbeamte, bei dem der Pensionist die Überweisung in Auftrag geben wollte, verweigerte die Annahme und übergab ihm ein Info-Schreiben mit der Warnung vor Betrugsfällen. Dies veranlasste den Grestner schließlich zum Gang zur Polizei, wo er Anzeige erstattete. Der Schaden beträgt rund 8.000 Euro. Um sich selbst vor solchen Betrügern zu schützen, ist es am besten, auf solche Vorgehensweisen nicht zu reagieren, warnt das Bezirkspolizeikommando.