Erstellt am 28. Januar 2018, 20:26

von Christian Eplinger

Erber: „Wähler im Bezirk wollen Vertretung im Landtag“. Jubel in der ÖVP-Bezirkszentrale in Scheibbs: Die ÖVP legt in 16 der 18 Gemeinden zu, verzeichnet ein Gesamtplus von 3,68 Prozent und freut sich über insgesamt 59,48 Prozent.

Dennoch, die große Euphorie will am Sonntag noch nicht ausbrechen, da der Ötscherbezirk erstmals nicht über ein Direktmandat verfügt und die Vorzugsstimmen, die über den Wiedereinzug von VP-Spitzenkandidaten Anton Erber entscheiden, erst am Montagabend (nach Redaktionsschluss) ausgezählt werden. Der Scheibbser Bezirk steht dabei im ÖVP-internen Wettbewerb mit den Bezirken Horn, Gmünd, Waidhofen/Thaya und Lilienfeld. „Die Wähler im Bezirk haben mit diesem Ergebnis ein klares Zeichen gesetzt, dass sie eine Vertretung im Land wollen“, sagt Erber am Sonntagabend.

Mit gemischten Gefühlen blickt SPÖ-Spitzenkandidatin Renate Gruber auf die Ergebnisse. Die SPÖ ist nur mehr in Grubers Heimatgemeinde Gaming die Nummer eins, büßt im Bezirk aber Stimmen und Prozente ein. Die traditionell rote Gemeinde Wieselburg ist im Sog von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf erstmals schwarz. Dennoch darf Gruber noch auf ein Landesmandat und damit den Verbleib im Landtag hoffen: „Die Chance lebt.“

Die FPÖ legt im Scheibbser Bezirk 4,89 Prozent durch, bleibt aber mit 12,15 Prozent im Bezirk unter dem Landesschnitt. Dennoch in allen 18 Bezirksgemeinden steht bei der FPÖ ein Plus vor dem Ergebnis.

Ebenfalls unter den Landesergebnissen bleiben Grüne (4,40 Prozent) und NEOS (3,92 Prozent). Die Grünen können nur in fünf der 18 Bezirksgemeinden zulegen, wobei das Plus jeweils unter der 1-Prozent-Marke bleibt.

Die Wahlbeteiligung liegt im Bezirk mit 72,32 Prozent zwar unter dem 2013er-Wert (76,83 Prozent), ist aber nach wie vor deutlich höher als im gesamten Bundesland.

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