Adventmärkte: Absagen und Unsicherheit

Viele Adventmärkte im Bezirk Scheibbs sind bereits abgesagt. Einzig: Reinsberg bleibt fix. Wieselburg und Gaming wackeln noch.

Erstellt am 07. Oktober 2020 | 05:26
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Ob es heuer einen Adventmarkt in der Kartause Gaming geben wird, ist noch nicht ganz fix. Eine endgültige Entscheidung wird in den nächsten Tagen gefällt.
Foto: Christ

Die Adventzeit wird heuer definitiv anders sein. Das Tragen von Mund-Nasenschutz und die Einhaltung der Abstandsregeln zwangen viele Veranstalter im Bezirk zu einer Absage ihrer geplanten Märkte.

Einzige fixe Ausnahme ist Reinsberg. Hier kommt eine Veranstaltungs-Absage definitiv nicht in Frage. Wie das Kulturdorf in den vergangenen Wochen schon auf der Burgarena und im Musium bewiesen hat, kann ein Kulturleben auch während Corona funktionieren. „Alles was möglich ist, machen wir. Man muss halt mit den gegebenen Mitteln arbeiten. Wir wissen nicht, wie lange die Krise noch dauert. Abwarten bringt da nichts. Besser wir stellen uns so schnell wie möglich darauf ein“, ist VP-Bürgermeister Franz Faschingleitner überzeugt. Und daher soll auch am 12. Dezember die Dorfweihnacht stattfinden. Veranstalter ist die Dorfwerkstätte gemeinsam mit dem Musikverein Reinsberg. „Es wird sicherlich nur ein Adventmarkt im kleinen Rahmen, wie genau der aussehen kann, das müssen wir noch gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Musikverein, besprechen“, erklärt Martha Planitzer, Obfrau von der Dorfwerkstätte Reinsberg.

Ob Adventmarkt Ja oder Nein, das wird in Gaming in den kommenden Tagen entschieden. Die flammende Kartausenweihnacht zählt zu den stimmungsvollsten und schönsten in Niederösterreich. Zahlreiche Besucher kommen jedes Jahr von nah und fern, um die Stimmung im historischen Klostergemäuer zu erleben. „Heuer ist alles anders. Wenn überhaupt, dann findet unser Adventmarkt heuer nur in verkürzter und abgespeckter Form mit Kunsthandwerkern aus der Gemeinde statt“, informiert Kartausen-Geschäftsführerin Cornelia Daurer.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Rigler lotet sie in diesen Tagen die Möglichkeiten für eine Durchführung der Veranstaltung aus. So würde der Kunsthandwerksmarkt in den Prälatensaal oder die Mensa verlegt, „da wär auf jeden Fall mehr Platz“. Ein Einbahnsystem und zusätzliches Personal am Eingang, damit die Personenbeschränkung eingehalten wird, ist ebenfalls notwendig. „Probleme macht uns aber der Außenbereich. Denn hier gilt Maskenpflicht. Einzig beim Verzehr der Getränke und Speisen darf diese abgenommen werden. Ob das für die Standler dann Sinn macht, bezweifle ich“, sagt Daurer.

In Wieselburg wartet man bezüglich Adventmarkt wie auch in Scheibbs und St. Georgen/Leys mit der Entscheidung noch zu. „Wir wollen Anfang November eine Entscheidung treffen und hoffen, dass sich bis dahin die Lage beruhigt. Wenn nicht, bleibt uns ohnehin keine andere Wahl, als den Adventmarkt heuer abzusagen, was uns für alle Aussteller und Standler aber vor allem für die Wieselburger Bevölkerung sehr leidtäte“, sagt Bürgermeister Josef Leitner.

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