Am 22. September bebt im Bezirk die Erde. 800 Einsatzkräfte der verschiedensten Organisationen bereiten sich bei Landes-Katastrophenschutzübung auf Ernstfall vor.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 15. September 2017 (05:06)
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Bei der Vorbesprechung in der Scheibbser Bezirkshauptmannschaft, von links: Monika Kladnik, Johann Seper, Michaela Ernst, Thomas Stockner, Ursula Mitterauer und Petra Enengel.
NOEN, Bezirkshauptmannschaft

Der Großraum Scheibbs befindet sich, so wie die Thermenregion oder das Inntal in Tirol, in der höchsten Erdbebenrisikozone Österreichs. Ein dokumentiertes Beben in Scheibbs am 17. Juli 1876 richtete auch Schäden an Gebäuden an.

Am Freitag, 22. September diesen Jahres, wird die Erde im Scheibbser Bezirk wieder beben. „Aber keine Sorge, dies ist heuer nur die Annahme für die diesjährige Landes-Katastrophenschutzübung, die sich an diesem Tag im Bezirk Scheibbs abspielen wird“, beruhigt Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Seit Herbst 2016 plant ein Organisationsteam spezielle Übungsszenarien, um über 800 Einsatzkräfte verschiedenster Organisationen optimal auf den Ernstfall vorzubereiten.

Es gilt es vorbereitet zu sein

„Auch wenn das letzte Erdbeben über 100 Jahre zurückliegt gibt es bei uns historische Aufzeichnungen. Daher gilt es vorbereitet zu sein“, weiß der Scheibbser Bezirkshauptmann Johann Seper.

Bei der diesjährigen „NOEKAT17“ stehen Menschenrettungen, ein Waldbrand, Schadstoffeinsätze, Unfälle, Evakuierungen und der Ausfall von Infrastruktur wie Brücken, Straßen-, Strom- und Kommunikationsverbindungen auf dem Programm. Den Abschluss und Höhepunkt der Übung bildet eine Liftübung am Großen Ötscher in Lackenhof, bei dem auch Hubschrauber der Polizei, des Bundesheeres und des ÖAMTC im Einsatz stehen. „Über 110 Figuranten werden am Ötscherlift auf Hilfe warten“, kündigt der Landeseinsatzleiter-Stellvertreter der NÖ Bergrettung Reinhard Benesch an. Dies bedeutet Großeinsatz für alle.

Weitere Schauplätze der „NOEKAT17“ am 22. September werden Wieselburg-Land, Purg-stall, Gresten-Land, Scheibbs und St. Anton/Jeßnitz sein.