Anonyme Initiativen erhitzen die Gemüter. Zwei anonyme Initiativen sorgen mit „offenen Briefen“ voll mit Vorwürfen und Falschmeldungen für Ärger bei den Betroffenen.

Erstellt am 01. November 2016 (05:01)
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ÖVP-Bezirksgeschäftsführerin Katja Hochebner ärgert sich über die anonymen „Briefe für Landtagsabgeordneten Erber“, die etliche ÖVP-Bürgermeister im Bezirk erhielten: „Das brauchen wir nicht. Wir haben im Bezirk innerhalb der ÖVP aber auch mit den anderen Parteien eine gute Gesprächsbasis.“
Eplinger

Einen direkt zugestellten „Brief für Landtagsabgeordneten Erber“ fanden etliche ÖVP-Bürgermeister des Bezirks in den vergangenen Tagen in ihrer Post oder sogar an ihrer Windschutzscheibe. „Hat der Wahlkampf schon begonnen?“, fragten sich diese.

Denn der angebliche „Brief für Erber“ ist gespickt mit Vorwürfen gegen ÖVP-Landtagsabgeordneten Anton Erber, dass er sich zu wenig für die Region einsetze. Für ÖVP-Bezirksgeschäftsführerin Katja Hochebner darf das nicht unwidersprochen bleiben: „Das gefällt mir einfach nicht. Wir brauchen solche anonymen Schreiben nicht. Das ist eine Unart, die immer mehr um sich greift“, kritisiert Hochebner.

„Empfinde das anonyme Anpinkeln als Feigheit“

Ähnliche Töne vernimmt man derzeit auch von Wieselburgs SPÖ-Bürgermeister Günther Leichtfried. Der sah sich in der Vorwoche mit einem offenen Brief einer anonymen „Initiative für ein sicheres Wieselburg“ konfrontiert. Hintergrund: die geplante Errichtung des Merkur-Marktes „Ich empfinde das anonyme Anpinkeln einfach als Feigheit, sich einer ehrlichen und offenen Diskussion zu stellen“, sagt Leichtfried.

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