Anton Erber: „Wäge Landtags-Kandidatur noch sehr genau ab“

Erstellt am 11. Mai 2022 | 06:13
Lesezeit: 3 Min
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Bei der imposanten Wiederwahl von Johanna Mikl-Leitner beim Landesparteitag im St. Pöltner VAZ (99,5 Prozent) war auch eine starke Abordnung des Scheibbser Bezirks mit Landtagsabgeordnetem Anton Erber an der Spitze vor Ort. Erber selbst wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Bezirk in die nächste Landtagswahl führen, auch wenn er aktuell noch abwägt. Als Wahltermin hält er Ende Jänner 2023 für am wahrscheinlichsten.
Foto: VPNÖ
Anton Erber, seit 24 Jahren Landtagsabgeordneter, wird Scheibbser Bezirks-ÖVP zu 90 Prozent wieder als Spitzenkandidat in die Wahl führen.
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Seit 1998 ist Anton Erber im NÖ Landtag. Seine erste Periode startete er als JVP-Landesobmann auf einem Landesmandat. 2003 setzte er sich dann parteiintern dank der Vorzugsstimmen gegen den damaligen Bezirksparteiobmann Josef Braunshofer durch. Bei den Wahlen 2008, 2013 und 2018 holte er als Spitzenkandidat für den Bezirk das Grundmandat. Im Oktober des Vorjahres wählten 99 Prozent der Delegierten den 54-jährigen Purgstaller erneut zum Bezirksparteiobmann. Damit ist er natürlich auch der erklärte Favorit für die Nummer eins im Bezirk für die kommende Landtagswahl.

Dennoch hat er sich noch nicht zu 100 Prozent entschieden, ob er erneut kandidieren wird. „Ich bin gerade in einer sehr intensiven Nachdenkphase. Was will ich, was will ich nicht? Wo soll meine politische Arbeit hingehen? Das sind Fragen, die ich derzeit sehr genau abwäge. Von den Antworten mache ich auch meine Kandidatur abhängig“, betont Erber im NÖN-Gespräch, wobei er gesteht, dass die Tendenz sehr eindeutig in Richtung neuerlicher Kandidatur gehe.

„Mich nerven zwar die gegenseitigen Anschüttungen und Streitereien, die es auf politischer Ebene immer wieder gibt. Dafür bin ich nicht in die Politik gegangen. Politik ist für mich ein Bereich, wo man etwas gestaltet, man Leuten hilft und etwas für die Region und die Gesellschaft weiterentwickelt. Und da gibt es gerade im Bereich Gesundheit und Pflege noch viel zu tun. Und ich glaube, da wird mich das Land in der nächsten Zeit noch brauchen“, sagt Erber, der seit 2008 auch Vorsitzender des Sozialausschusses im Landtag ist, durchaus selbstbewusst.

Bestärken würde ihn auch das Zusammenwirken im Scheibbser Bezirk über alle Parteigrenzen hinweg. „Alle handelnden Personen wollen das Beste für den Bezirk“, ist Erber überzeugt.

Die endgültige Entscheidung will Erber in den nächsten Wochen treffen, denn die Bezirksliste der ÖVP soll Ende Juni stehen. Sie wird 15 Kandidaten umfassen. Dabei geht der Scheibbser Bezirk voraussichtlich erneut gegen die Lilienfeld, Waidhofen/Thaya, Gmünd und Horn ins Rennen um ein Grundmandat. Dieses Mal zählen allerdings nicht nur die Vorzugsstimmen des Spitzenkandidaten, sondern die Vorzugsstimmen aller 15 Kandidatinnen und Kandidaten.

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