Auto-Trends: Scheibbser fahren VW. Experten analysieren für die NÖN die aktuellen Zahlen zu den Autozulassungen von Statistik Austria. Im Bezirk dominieren VW, Nissan und Seat als Neuwagen.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 28. März 2018 (03:58)
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Quelle: Statistik Austria
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Der dominante Branchen-Erste – Volkswagen – verteidigt auch im Bezirk Scheibbs seine Krone: Die meisten neu zugelassenen Autos im Jahr 2017 im Bezirk sind laut Statistik Austria von VW. Den Zweitplatzierten Nissan lassen Golf und Co. mit deutlichem Abstand hinter sich (siehe Grafik). Auf Platz drei, fünf und zehn reihen sich die VW-Konzernmarken Seat, Skoda und Audi ein.

Heiss: "VW ist seit 1957 die beliebteste Marke Österreichs."

Für Harald Heiss, Geschäftsführer des Autohauses Senker, eine klare Bestätigung für den deutschen Automobilhersteller: „Volkswagen ist seit 1957 ohne Unterbrechung die am meisten gekaufte und damit beliebteste Marke Österreichs.“

Dennoch sieht Franz Brunner vom ATZ Steinakirchen auch Nissan auf der Überholspur im Bezirk: „Unser Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Hauptargument für einen Nissan. Und auch in puncto E-Mobilität ist Nissan ganz vorne mit dabei.“

Brunner spielt dabei besonders auf den Nissan Leaf an: „Mit einer Reichweite von 400 Kilometern ist er absolut konkurrenzfähig zu Benziner oder Dieselfahrzeugen.“ Die Nachfrage steige deutlich nach E-Autos: „Dieses Monat kam ein neuer Leaf heraus, bereits im Vorfeld haben wir 20 Fahrzeuge verkauft.“ Dass Nissan im Bezirk Scheibbs so beliebt ist, führt Brunner auch auf die Kundenzufriedenheit zurück: „Das spricht für uns und die Werkstätte.“

Beim Dieselauto macht Alter den Unterschied

Fiat, Ford, Toyota, Suzuki und Jeep sind die Fahrzeuge, die im Autohaus Aigner verkauf werden. Die ersten beiden Marken holten sich auch bei der Zulassungsstatistik gute Werte. „Fiat punktet vor allem durch das Allradgetriebe, dieses ist bei uns im Bezirk sehr wichtig“, weiß Verkäufer Josef Glösmann. Außerdem sei das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmig. „Fordmodelle sind vor allem in den höheren Klassen beliebt – auch hier natürlich mit Allrad.“ Vor allem Nutzfahrzeuge sind im Bezirk gefragt: „Hier gibt es zum Diesel bislang noch keine Alternative. Inzwischen sind wir technologisch auch schon sehr weit, weshalb Dieselmotor von heutigen Fahrzeugen gar nicht so umweltschädlich sind. Das Alter macht den Unterschied.“

Dennoch: Der Benziner holt auf, das weiß auch Autohaus-Eckl-Chef Matthias Eckl: „Vor allem im Klein- und Mittelwagen-Segment greifen die Kunden eher zum Benziner.“ Kunden, die sich für größere Fahrzeuge entscheiden, bleiben laut Eckl dem Diesel treu.