Coronavirus-Sorge: Umbuchungen und Reise-Stornos. Kunden von Kerschner Reisen verunsichert. Umsatzeinbußen bei Brunner Reisen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 03. März 2020 (12:34)
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Reisepass Reise Symbolbild
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Das Telefon beim Reiseveranstalter Kerschner in Wieselburg und in Amstetten läutete in den vergangenen Tagen merklich öfter als sonst. Viele Kunden sind verunsichert und wollen wissen, ob sie ihre geplante Reise im Falle einer weiteren Virusausbreitung stornieren können.

„Verunsicherung ist da, dennoch sind wir weit weg von einer Panik“, sagt Kerschner-Marketingleiter Manfred Fussek. Umbuchungen gab es bereits bei der Destination Teneriffa. „Hier sind wir natürlich bemüht, für unsere Kunden die beste Lösung zu finden“, beruhigt Fussek. Denn bislang gilt: Nur bei einer offiziellen Reisewarnung werden die Reisekosten gänzlich ersetzt. Bei einer Stornierung der Reise fallen die üblichen Stornokosten an.

Abwarten lautet die Devise derzeit bei den für Ende März geplanten Busreisen in die Toskana oder nach Rom. „Wir stehen laufend in Kontakt mit unseren Partnern vor Ort. Natürlich sind wir uns hier unserer Verantwortung durchaus bewusst und werden kein Risiko eingehen“, versichert der Reiseexperte.

Verunsichert sind auch die Kunden bei Brunner Reisen in Gresten. „Eine Reise nach Mailand, die Ende März stattfinden sollte, haben wir bereits absagen müssen. 30 Personen haben storniert“, berichtet Leonhard Wessely. Die Reise soll nun im Herbst nachgeholt werden. „Für uns, die wir ausschließlich Busreisen anbieten, sind das erhebliche Umsatzeinbußen“, sagt Wessely. Die Menschen, vor allem ältere Kunden, haben Angst und bleiben lieber zu Hause.