„Da kommt er doch, der Nikolaus!“. Nikolaus und Krampus dürfen heuer nicht ins Haus. Vereine und Landjugend lassen die Tradition dennoch weiterleben.

Von Karin Katona und Claudia Christ. Erstellt am 02. Dezember 2020 (04:15)
Die Landjugend St. Georgen an der Leys schickt Nikolaus und Krampus aus, wahlweise per Video oder vor die Haustür.
privat

Dass ihre neuen Masken noch immer ungetragen im Keller liegen, tut einer Gruppe von Purgstaller Krampussen sehr weh. Wenn es schon kein großer Krampuslauf sein konnte, wollten einige von ihnen wenigstens gemeinsam mit dem Nikolo ein Gastspiel am Purgstaller Kirchenplatz geben. Dort hätte der Purgstaller Wirtschaftsbund einen Nikolausbesuch geplant gehabt. „Doch auch diese Veranstaltung wurde wegen der Lockdown-Vorschriften abgesagt“, sagt Roman Bruckner traurig. Am 6. Dezember möchten er und einige Krampus-Kollegen gemeinsam mit dem Nikolaus Hausbesuche abstatten. „Wir wollen aber erst abwarten, wie sich die Covid-Situation entwickelt und dann erst fixe Zusagen machen“, sagt Bruckner.

Auch die Krampusgruppe Steinbach in Göstling will im Coronajahr die Tradition nicht ganz ausfallen lassen. Wie jedes Jahr zieht eine Gruppe, begleitet vom Nikolaus, von Haus zu Haus. „Üblicherweise sind wir 15 Krampusse und ein Nikolaus. Heuer wird es vermutlich aber nur eine kleine Gruppe sein“, meint Vereinsobmann Rene Prosini. Diese zieht von Haus zu Haus und bringt den Kindern Sackerl, gefüllt mit Mandarinen, Nüssen, Süßigkeiten und einer kleinen Rute. Alles wird vom Verein selbst organisiert und bezahlt. Üblicherweise sind die teuflischen Gesellen beim örtlichen Kampuslauf gemeinsam mit den anderen vier Krampusgruppen in Göstling vertreten.

Nikolo-Videoclips gibt es von der Landjugend Purgstall und der Landjugend St. Georgen an der Leys. Die Clips sind auf die Kinder persönlich zugeschnitten, in St. Georgen kommt auf Wunsch sogar ein Geschenk vor die Tür. Eventuell, sagt Kathrin Zehetner von der Landjugend St. Georgen, wolle man noch umdisponieren und doch auch Hausbesuche anbieten.

Nikolaussackerl kommt mit der Post

In Wieselburg kommt der Nikolaus heuer mit der Post. 594 Nikolauspackerl sind derzeit auf unterwegs zu den Kindern in der Gemeinde Wieselburg. „Da heuer unser Adventmarkt nicht stattfinden kann, wollten wir zumindest den Kindern damit eine kleine Freude machen“, meint Stadtrat Josef Lechner, der gleichzeitig Vorsitzender des Stadtmarketings ist. Auch die Pfarre vergisst nicht auf den Nikolaus: Von 4. bis 6. Dezember, jeweils von 10 bis 16 Uhr, gibt es im Oktogon Interessantes über das Leben des Heiligen zu entdecken, dazu eine kleine Überraschung und einen süßen Gruß vom Nikolaus.

Damit die Kinder ein kleines Säckchen mit einem Brief vom Nikolaus vor der Haustüre finden, sind am Nikolaustag auch die Mitglieder der Landjugend Wieselburg im Einsatz. Eine Anmeldung zur Aktion, die auf 50 Teilnehmer begrenzt ist, ist noch bis 2. Dezember ( 0664/5965928) möglich.

Nicht im Stich lassen wird der Nikolaus auch die Kinder in der Gemeinde Randegg. Wenn auch mit etwas Verspätung wegen des Lockdowns wird er am 7. und 8. Dezember von Haus zu Haus ziehen und die Kinderherzen höherschlagen lassen. „Wir haben seit zwei Wochen ständig Anfragen, ob wir die Aktion eh durchführen werden. Also können wir gar nicht anders. Heuer wird es aber in einem kleineren Rahmen stattfinden und ob die Krampusse den Nikolaus begleiten, werden wir spontan entscheiden“, informiert Helmut Hofmarcher von der Sportunion Randegg.

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