Dritte Matura im Schatten von Corona

Erstellt am 31. Mai 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
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Das Zeugnis der 8. Klasse haben die Maturantinnen und Maturanten des BG/BRG Wieselburg bereits Ende April überreicht bekommen. Nachdem nun auch der schriftliche Teil der Matura absolviert ist, liegt der Fokus ganz auf den noch bevorstehenden mündlichen Prüfungen.
Foto: Dallhammer
Die Bilanz der Direktoren über die Matura in den Höheren Schulen im Bezirk Scheibbs.
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Die schriftliche Matura an den Höheren Schulen im Bezirk ist geschafft – und an allen recht gut, wie die Direktoren Sigrid Fritsch, Andreas Schmid und Alois Rosenberger bestätigen.

Sigrid Fritsch, Schulleiterin des BG/BRG Wieselburg, ist zufrieden: „Die Ergebnisse sind heuer sehr erfreulich. Alle Maturanten waren gut vorbereitet.“ Die Schüler hätten sich im vergangenen Schuljahr nach dem Home Schooling erst wieder an Präsenzunterricht und normales Lernen in der Klasse gewöhnen müssen, gibt Fritsch zu. „Aber alle waren sehr gut vorbereitet. Und bei den Prüfungen ist man heuer schon auf die besondere Situation eingegangen.“ Ab 3. Juni wird mündlich geprüft, mit positiven Erwartungen.

„Matura ist heuer stressiger als im vergangenen Jahr“

„Die Matura ist heuer stressiger als im vergangenen Jahr“, sagt Juliane Gölß, Klassenvorstand der 8B am BG/BRG. „Damals wurde alles nach hinten verschoben, wodurch mehr Zeit zum Lernen blieb.“ Das einzige Entgegenkommen seitens der Regierung sei die Kürzung der Themenpools gewesen. „Generell wird den Schülern heuer viel an Eigeninitiative zugemutet. Sie müssen sich einiges völlig allein aneignen, weil sich mehr Vorbereitungsstunden zeitlich einfach nicht ausgehen“, weiß die Professorin.

Andreas Schmid, Direktor des BORG Scheibbs, sieht die Reifeprüfungen 2022 kritisch – was nicht am Ergebnis, sondern an den äußeren Bedingungen liegt. „Die Schüler des Matura-Jahrgangs 2022 hatten es so schwer wie keine Maturaklassen vor ihnen. Sie haben zwei Schuljahre mit Lockdowns, Home Schooling und Corona-Einschränkungen hinter sich“, gibt Andreas Schmid, Direktor des BORG Scheibbs, zu bedenken. Auch das vergangene Schuljahr 2021/2022 sei von Corona überschattet gewesen: „Die vielen Fehlstunden und Verzögerungen durch Krankheit oder Quarantäne, sowohl von Schülern als auch Lehrern, waren heuer das größte Problem“, sagt Schmid. Was ihn stört: „Bei den Aufgaben hätte man Verständnis zeigen und den Schülern entgegenkommen sollen. Das ist nicht geschehen. Mich wundert daher, dass die Matura so gut ausgefallen ist.“

„Man muss die Dinge nehmen, wie sie sind“, lautet das Credo von Alois Rosenberger, Direktor des Francisco Josephinum Wieselburg. An den BHS habe es keine Einschränkungen der Stoffgebiete gegeben, doch: „Wir gleichen die besondere Situation dieses Maturajahrgangs durch die Fragestellungen bei den mündlichen Prüfungen wieder aus.“ Generell hätten die älteren Schüler mit dem Distance Learning besser umgehen können als die jüngeren. Inzwischen herrsche an der Schule fast schon wieder Routinebetrieb. Eins ist sicher: Nach der mündlichen Matura wird wieder die eine oder andere weiße Fahne über den Höheren Schulen im Bezirk Scheibbs wehen.

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