Ein Drittel aller Corona-Fälle in einer Gemeinde

In der Vorwoche hatte man sich im Scheibbser Bezirk noch über sinkende Zahlen gefreut. Diesen Montag schaut es wieder anders aus. 65 aktuelle Fälle verzeichnete die Bezirkshauptmannschaft am Montag. Das sind um vier Fälle mehr als vor einer Woche.

Erstellt am 15. Februar 2021 | 19:39
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Foto: Kichigin, Shutterstock.com

Auch die aufrechten Quarantänebescheide sind wieder von 175 auf 177 gestiegen, genauso wie die Sieben-Tages-Inzidenz. Lag diese zu Beginn der Vorwoche bei 91,8 Fällen pro 100.000 Einwohner, so sind es am Montag schon wieder 132,8 Fälle.

Genauer Auslöser unbekannt

Ein Hotspot ist aktuell die Gemeinde Wolfpassing, wo man in den vergangenen Tagen immer wieder neue Fälle zählte. Inzwischen sind es über 20 aktuell Infizierte. „Es gibt keine genaue Erklärung oder einen konkreten Anlassfall. Aber es zeigt, wie schnell die Tendenz umschlagen kann. Mit diesem Virus ist nicht leichtfertig umzugehen. Die Schutzmaßnahmen sind wichtig, genauso das Testen-Gehen“, appelliert Wolfpassings Bürgermeister Friedrich Salzer.

Fünf der 18 Bezirksgemeinden ohne Coronafall

"Das ist natürlich für den gesamten Bezirk eine Warnung, vor allem weil wir trotz intensivem Contact Tracing den Auslöser für diese steigenden Zahlen in dieser Gemeinde nicht kennen", sagt Bezirkshauptmann Johann Seper, der aber auch positive Nachrichten überbringen kann: "Wir haben derzeit von unseren 18 Gemeinden bereits fünf Gemeinden ohne aktiven Corona-Fall und mehrere Gemeinden mit nur einem oder zwei Fällen."

Einige "schwarze Schafe"

Wie weit sich die Lockerungsmaßnahmen auf die Coronazahlen auswirken, sei aktuell noch zu früh zu beurteilen, sagt Seper. Allerdings wird die Bezirkshauptmannschaft in den nächsten Tagen als Gesundheitsbehörde auch einige Stichproben bezüglich Eintrittstests, Tragen von FFP2-Masken und Abstandsregeln vor allem bei köpernahen Dienstleistern und im Handel machen. "Wir haben leider einige Meldungen bekommen, dass es hier schwarze Schafe gibt, die damit sogar inoffiziell werben. Wenn wir als Behörde hier wirklich schwarze Schafe erwischen, dann müssen diese mit einem Verwaltungsstrafverfahren rechnen", appelliert Seper an alle Beteiligten, die Vorgaben einzuhalten.