Erlauftal: Hotelbetreiber mit Optimismus in den Sommer. Freude auf Gäste ist auch im Bezirk Scheibbs groß. Zuversicht nach Jahrhundertsommer 2020 auch. Hotels haben Lockdown auch für Umbauten genutzt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. Mai 2021 (05:24)
Das JUFA Hotel Hochkar hat sich im Lockdown auch personell neu strukturiert (von links): Hoteldirektor Markus Esletzbichler, die neue F&B-Managerin Katharina Esletzbichler, die stellvertretende Hoteldirektorin Manuela Ganser und der neue Küchenleiter Bernd Aicher.
JUFA, JUFA

Auch die Mitarbeiter in den Hotels der Region scharren in den Startlöchern und fiebern dem Eröffnungswochenende entgegen. Die Buchungslage in den Tourismusregionen des Bezirks ist durchwegs gut, wie etwa Annemarie Daurer-Plank vom Landhotel Zellerhof auf NÖN-Anfrage bestätigt.

„An den Wochenenden sind wir schon ziemlich voll – auch im Mai und Juni. Natürlich hängt das etwas von der Witterung ab“, sagt Annemarie Daurer-Plank und hofft auf eine ähnlich gute Sommersaison wie im Vorjahr. Noch dazu, wo die Familie Daurer in den vergangenen sechs Monaten kräftig investiert hat. Auch das Radtaxi ist bereits seit 1. Mai wieder in Betrieb.

Personell ist die Familie das Rückgrat des Betriebes. Aber auch die Stammmitarbeiter hat man dank Kurzarbeit halten können, wenngleich man aktuell noch eine Kellnerin sucht. Den Corona-Auflagen (3-G-Regel, Registrierung) sieht Daurer-Plank gelassen entgegen.

„Die Registrierungspflicht hat sich schon im Herbst gut eingespielt und bezüglich testen haben wir im Notfall Nasenbohrertests vor Ort. In erster Linie ist aber jeder für sich selbst verantwortlich“, sagt Annemarie Daurer-Plank.

Bergsommer zieht wieder die Gäste an

Auch im JUFA Hotel Hochkar geht man optimistisch in die Sommersaison. „Am ersten Wochenende sind wir zu 30 Prozent voll, ab Mitte Juni wird es immer dichter und für den Sommer haben wir für Gruppen schon keine Zimmer mehr frei“, sagt Hoteldirektor Markus Esletzbichler. Er sieht einen großen Vorteil vom JUFA in der Weitläufigkeit der Anlage. „Alleine im Wellnessbereich stehen den Gästen 1.500 m2 zur Verfügung. Da haben wir gegenüber kleineren Häusern einen Vorteil“, glaubt Esletzbichler.

Personell sei man am Hochkar gut aufgestellt. Die 16 Mitarbeiter kommen großteils aus der Region. Mit Bernd Aicher hat man einen neuen Küchenleiter und mit Katharina Esletzbichler eine neue F&B-Managerin im JUFA. „Es ist für ein Haus unserer Größe wichtig, auch personell gut strukturiert zu sein“, ist Esletzbichler überzeugt.

Noch eine gewisse Zurückhaltung bei den Gästen verspürt das Alpenhotel Ensmann in Lassing. „Einige Buchungen gibt es schon, der große Run hat aber noch nicht eingesetzt. Wir sind aber optimistisch, dass es ein guter Sommer wird, und sind nach unserem großen Umbau und der Pause, die ja länger war als geplant, voller Energie“, sagt Hotel-Chefin Daniela Kronsteiner. Aktuell sicher auch noch ein kleiner Nachteil für die Göstlinger Vermieter ist die Baustelle bei der Hochkar straße und der verspätete Liftstart am Hochkar mit Ende Juli.

Zurückhaltung ortet man derzeit auch noch bei Hotel Kartause Gaming. „Urlaube werden immer flexibler und kurzfristiger geplant“, stellt Geschäftsführerin Birgit Rigler fest. Darauf wird auch im Hotel der Kartause Gaming reagiert. „Für uns heißt das, dass wir nicht wirklich planen können. Was uns in diesem Sommer erwartet, wissen wir nicht.“

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