„First Responder“ in allen Gemeinden

Erstellt am 24. Oktober 2018 | 04:00
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Den Sanitätern, die als „First Responder“ tätig sind, steht für die Diagnostik und Versorgung ein vollausgestatteter Notfallfallrucksack zur Verfügung – für die Notfallsanitäter mit Notfallkompetenz inklusive Medikamenten und Infusionen. Im Bild die Notfallsanitäter Michaela Egger und Manuel Haselsteiner (Teamleiter der „First Responder“).Lukas Hürner
Foto: Rotes Kreuz/.Lukas Hürner
Notfallversorgung ausgebaut. Lücken in Lackenhof und Göstling geschlossen. Jede Bezirksgemeinde hat ab sofort zumindest einen „First Responder“.
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Was vor vielen Jahren als Pilotversuch der Rotkreuz-Notfallsanitäter Stefan Stängl und Lukas Hürner begonnen hat, wurde nun endgültig zum flächendeckenden System im Bezirk Scheibbs ausgebaut. Mit Herbst 2018 steht jeder Gemeinde mindestens ein „First Responder“ des Roten Kreuzes zur Verfügung.

Bei „First Respondern“ handelt es sich um ausgebildete Rettung- oder Notfallsanitäter, die parallel zum Rettungsdienst des Roten Kreuzes alarmiert werden, wenn in ihrem Wohnort ein Notfall gemeldet wird. Der entscheidende Vorteil für diese Sanitäter ist der Zeitvorsprung gegenüber dem Regel-Rettungsdienst, häufig erfolgen Alarmierungen in die direkte Nachbarschaft der First Responder. Damit kann das sogenannte „therapiefreie Intervall“ für Notfallpatienten so kurz wie möglich gehalten werden.

First Responder Scheibbs
Foto: ÖRK; NÖN-Grafik: Gastegger

Besonders bewährt hat sich das System auch, wenn das nächstgelegene Rettungsmittel bei einem anderen Einsatz gebunden ist oder ein Unfall mit mehreren Verletzten gemeldet wird. Die grundlegenden Aufgaben der First Responder sind neben der qualifizierten Hilfeleistung auch die Lageerkundung, die Weitergabe einer Lagemeldung an die Leitstelle sowie die anrückenden Rettungsmittel und die Unterstützung der eintreffenden Kollegen des Roten Kreuzes.

Im Privatauto und Zivilkleidung unterwegs

Was Angehörige gelegentlich irritiert: Die First Responder fahren mit ihren Privat-Autos zum Einsatzort und sind auch nicht immer vollständig uniformiert beziehungsweise nur mit einer roten Jacke oder einer Überwurf-Weste gekennzeichnet. Das ist der Tatsache geschuldet, dass sie „direkt aus ihrem Alltag“ zum Einsatz ausrücken.

„Alle First Responder erbringen diese Leistung für die Bevölkerung im Bezirk Scheibbs ehrenamtlich und unentgeltlich – zusätzlich zu ihren anderen Aufgabenbereichen beim Roten Kreuz“, erklärt Teamleiter Manuel Haselsteiner.

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