Fit im Winter: Winterwandern statt Langlaufen

Heimische Wintersportorte leiden aktuell noch immer unter dem fehlenden Schnee und dem Warmwettereinbruch zwischen Weihnachten und Anfang Jänner. Skifahren ist nur am Hochkar und Ötscher möglich.

Erstellt am 12. Januar 2022 | 04:33
Lesezeit: 2 Min
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Am Hochkar herrschen seit dem Dreikönigstag wieder beste Bedingungen. Ein wenig Neuschnee und der Wetterumschwung und damit die Möglichkeit, Kunstschnee zu produzieren, haben auch die restliche Wintersaison gesichert.
Foto: Christian Eplinger

Bis zum letzten Adventwochenende hat es gut ausgesehen für die Wintersportorte im Bezirk. Doch dann kamen Warmwettereinbruch und Regen. Mit Ausnahme von Hochkar und Ötscher mussten die meisten kleinen Skigebiete den Betrieb einstellen. Erst gegen Ende der Ferien sanken die Temperaturen wieder und Frau Holle überzog die Landschaft mit einer dünnen Schneeschicht. Auch die Schneekanonen liefen wieder auf Hochtouren. Skifahren oder Snowboarden ist derzeit dennoch vorerst nur am Hochkar und Ötscher möglich – zumindest, wenn man mit dem Lift hinauffahren will. Am Hochkar waren gegen Ferienende alle Lifte in Betrieb, am Ötscher sechs von acht. Auf der Forsteralm und am Königsberg in Hollenstein hofft man, bald wieder den Liftbetrieb starten zu können.

Skitouren weiter im Trend – 18. Jänner Vollmondnacht!

Ein anderer Trend der vergangenen Saisonen setzt sich auch heuer weiter fort: Das Skitourengehen wird immer beliebter. Egal ob am Großen oder Kleinen Ötscher, auf der Forsteralm oder am Königsberg. Da sah man am Wochenende trotz bescheidener Schneelage zahlreiche Tourengeher. Am Großen Ötscher ist dienstags und freitags auch das Pistengehen zum Sonnenuntergang ein besonderes Erlebnis. Von 16.30 bis 21 Uhr ist die Piste auf den Großen Ötscher dafür freigegeben. Auch das Ötscher-Schutzhaus bietet an diesen Abenden spezielle Angebote. Übrigens: Ein Highlight erwartet die Skitourengeher am Dienstag, 18. Jänner. Da ist Vollmondnacht!

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Ebenfalls sehr begrenzt war in den Ferien das Langlaufangebot im Scheibbser Bezirk. Einzig die Loipen in Lackenhof am Ötscher waren gegen Ferienende noch befahrbar. Allerdings auch hier nur knapp ein Drittel des 33 Kilometer großen Loipennetzes (Skating und Klassisch). Am Turmkogel in Puchenstuben muss man sich ebenso wie in Hochreit noch gedulden. „Wir haben zwar aktuell wunderschöne Bedingungen für einen Winterspaziergang in der Natur, aber fürs Spuren ist es noch zu wenig“, verkündet die Betreiberfamilie Zettel auf ihrer Facebook-Seite.

Die Jausenstation Ablass der Familie Zettel ist hier immer ein guter Ausgangspunkt für eine familienfreundliche rund einstündige Winterwanderung durch das Hochmoor, egal ob mit Schneeschuhen oder ohne. Ebenfalls empfehlenswert ist die Siebenhüttentour in Göstling, die vom Ausgangspunkt, dem Parkplatz Kurzeck, über die Kitzhütte nach Königsberg führt. Die Wanderzeit beträgt hier rund 2,5 Stunden.

Zwei Kufen statt zwei Skiern und Kunsteis

Große Beliebtheit erfreuen sich aktuell auch die Kunsteislaufplätze der Region. In Waidhofen und Amstetten ist man dabei dank Halle sogar witterungsunabhängig. Doch auch in St. Leonhard/Forst und Melk ist der Andrang trotz 2G-Regel groß. Größere Veranstaltungen sind aktuell zwar nicht geplant, in Waidhofen finden aber die Anfänger- und Eistanzkurse genauso regelmäßig statt wie die Eisdisco jeden Samstag von 17 bis 21 Uhr.

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