FSJ: Viel mehr als „nur“ Arbeit

Erstellt am 25. Mai 2022 | 12:45
Lesezeit: 2 Min
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Sarah Sauprügl aus Wieselburg arbeitet im PBZ Mauer.
Foto: privat
Das freiwillige Sozialjahr bietet seit 50 Jahren in einer sozialen Einrichtung mit zu arbeiten und jede Menge Lebenserfahrung zu sammeln.
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Dienstbeginn im Pflege- und Betreuungszentrum Mauer. Unter den Mitarbeitern ist seit Oktober auch die Wieselburgerin Sarah Sauprügl. Die Absolventin des Aufbaulehrganges für wirtschaftliche Berufe in Amstetten hat nach der Matura eine Auszeit vom Lernen gebraucht und sich für ein FSJ entschieden. Eine gute Entscheidung wie sie meint. „Die soziale Richtung hat mich immer schon sehr interessiert, weshalb der Reiz und die Motivation für ein Freiwilliges Sozialjahr sehr hoch waren. Dabei fand ich die Möglichkeit, in den sozialen Bereich hineinzuschnuppern, Menschen zu helfen und neue Erfahrungen zu sammeln.“

So wie der Bewerberin für den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit geht es vielen jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren. Ihre Motivation ist vielfältig: Überbrücken der Zeit zwischen Matura und Ausbildung, Auszeit nach einer intensiven Lernphase, Ersatz für den Zivildienst oder Sammeln von Lebenserfahrungen.

Im Vorjahr bewarben sich österreichweit 1.200 Jugendliche um eine Stelle, rund 700 konnten wie Sarah vom Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste weitervermittelt werden.

Die Einsatzdauer beträgt zehn bzw. elf Monate, maximal 34 Stunden pro Woche. Betreut werden – wie auch bei der Wieselburgerin der Fall – oftmals Menschen mit psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen. Aber auch die Betreuung von älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen ist an den Einsatzorten in der Region, aber auch österreichweit möglich.

Als „Taschengeld“ erhalten die Jugendlichen 255 Euro pro Monat. Auf den ersten Blick nicht sonderlich viel. Aber es gibt Sozialleistungen, wie die Familienbeihilfe, das Jahres-Jugendticket sowie Verpflegung und Unterkunft, die in Anspruch genommen werden können. Und die Erfahrungen, die gemacht werden, können mit Geld nicht aufgewogen werden. „Ich bin über mich selbst hinausgewachsen und habe in dem einem Jahr viele praktische Erfahrungen als auch theoretisches Wissen erworben. Meine Motivation später als Sozialarbeiterin arbeiten zu wollen, ist dadurch noch größer geworden“, sagt Sarah Sauprügl.

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