Gasleitung: EVN will Lücken im Netz schließen

Erstellt am 14. April 2018 | 05:00
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Stefan Zach, Sprecher der Netz NÖ GmbH, will bereits im Vorfeld der Briefaktion aufklären.
Foto: EVN
2.000 Haushalte im Scheibbser Bezirk bekommen dieser Tage Post von der EVN mit einem Angebot, doch an die vor dem Haus liegende Gasleitung anzuschließen.
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Exakt 1.972 Haushalte im Scheibbser Bezirk haben vor ihrer Haustüre die Gasleitung liegen oder einen inaktiven Hausanschluss. Diese Haushalte erhalten in diesen Tagen Post von der Netz Niederösterreich GmbH, einer 100-Prozent-Tochter der EVN. Darin enthalten ist ein 1.000-Euro-Angebot, wenn sie sich für einen Netzanschluss entschließen.

„Wir wollen die Lücken in unserem Gasleitungsnetz schließen. Denn einerseits möchten wir die vorhandene Infrastruktur bestmöglich nutzen, andererseits wird der Netztarif günstiger, je mehr Kunden von einem Netz versorgt werden“, erklärt Netz NÖ-Sprecher Stefan Zach.

Dass die Netz NÖ GmbH dabei auch den einen oder anderen Kunden mit einem neuen, umweltfreundlichen Heizsystem wie etwa einer Wärmepumpe oder einer Pelletsheizung erwischen wird, weiß Zach: „Manche werden sich sicherlich fragen, was das soll. Für diese Fälle entschuldigen wir uns schon jetzt. Wir wissen nur, wenn ein Kunde nicht mit Erdgas heizt, aber nicht warum. Daher wird es auch etliche treffen, die diesen Brief gleich als gegenstandslos ansehen können.“

Auch Erdgas wird immer „grüner“

Entkräften kann Zach die Kritik, dass der Netzbetreiber in zeiten der erneuerbaren Energien Erdgas forciert. „Natürlich ist die Energiezukunft auch bei uns erneuerbar. Aber bis es soweit ist, fließt noch viel Wasser den Berg hinunter. Erdgas ist da eine Brückentechnologie“, sagt Zach. Außerdem werde auch das Gasnetz laufend „grüner“. Die EVN verfolgt derzeit Projekte, bei denen überschüssiger Strom aus Wind- oder Sonnenkraft in Gas umgewandelt und so besser speicherbar gemacht wird.

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