Gastro-Öffnung: „Unsicher, wann es echt losgeht“. Wann wieder große Feiern stattfinden können, ist nicht fix. Wirte des Bezirks Scheibbs, die von Veranstaltungen leben, hängen in der Luft.

Von Karin Katona, Claudia Christ und Christian Eplinger. Erstellt am 19. Mai 2021 (05:02)
Hermann und Margit Prinz in ihrem großen Saal. Wann und ob hier wieder Hochzeiten gefeiert werden können, ist ungewiss. Foto: Karin Katona
Karin Katona

Noch sehr große Zurückhaltung und Unsicherheit bei den Menschen verspürt Ursula Zechner von der Gastwirtschaft Neubruck. Die Gastronomie im Töpperschloss Neubruck lebt vor allem von Feiern und Veranstaltungen. Mit diesen schaut es aktuell aber noch eher traurig aus.

„Wir haben schon im Vorjahr viele große Feiern und Hochzeiten verschoben und auch heuer überwiegt noch die Unsicherheit bei den Gästen. Zwei für Juni geplante Hochzeiten sind bereits ein weiteres Mal abgesagt worden. Das ist für uns natürlich bitter, weil wir leben von den Feiern. Das Tagesgeschäft hält sich bei uns in überschaubarem Rahmen“, sagt Ursula Zechner, die im Lockdown aber nicht untätig blieb.

Auch die Kartause Gaming zählt zu den beliebtesten Hochzeits- und Feierlocations im Bezirk. Bereits im Vorjahr entschieden sich hier viele Brautpaare, ihre Hochzeit auf heuer zu verschieben. Doch groß gefeiert wird mindestens bis Juli nicht. „Die Brautpaare müssen flexibel sein“, meint Geschäftsführerin Birgit Rigler. Die Location ist besonders bei großen Hochzeitsgesellschaften sehr beliebt. „Die für heuer geplanten Hochzeiten sind mit 50 bis 170 Personen“, hofft Rigler auf Lockerungen ab Juli. Denn bereits jetzt blickt sie auf einen bis Oktober vollen Terminkalender.

„Personalmangel wird großes Problem sein“

Im Purgstaller Traditions-Gasthaus Prinz schweigt derzeit noch das Telefon. „Unsere Gäste sind verunsichert, weil niemand weiß, wie sich die Lage weiter entwickelt, ob ab Juli weitere Lockerungen möglich sind und welche“, schildert Hermann Prinz die Lage.

Seit drei Generationen ist das Gasthaus im Purgstaller Ortskern durch seine großen Räumlichkeiten für Bälle, Hochzeiten, Vereinsversammlungen, Geburtstage, Zehrungen und andere Feiern aller Art beliebt. Wie es hier weitergehen soll, wissen Hermann und Margit Prinz noch nicht: „Planen ist schwierig bis unmöglich. Eines der größten Probleme der Gastronomie nach Corona wird aber das Personal sein. Auch, wenn es wieder Veranstaltungen gibt, brauchen wir dazu zusätzliches Personal. Und das wird noch schwerer zu bekommen sein als vor der Pandemie.“

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