Gemeindeverband will mehr Bewusstsein für Müll schaffen. Der Gemeindeverband für Umweltschutz und die Umweltgemeinderäte rufen wieder zur Säuberungsaktion auf. 13 der 18 Gemeinden beteiligen sich.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. März 2018 (04:16)
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Bekennen sich als „#TrennSetter“, von links: Purgstalls Umweltgemeinderat Martin Jandl, Bürgermeister und Verbandsobmann Christoph Trampler, Unterstützerin Michaela Dorfmeister, GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger und David Erber.
NOEN, Christian Eplinger

Die Frühjahrsputzaktion der Gemeindeverbände für Umweltschutz in Zusammenarbeit mit den Umweltgemeinderäten hat schon Tradition. Daran ändert auch nichts, dass sie heuer einen neuen Namen bekommen hat. „#TrennSetter“ heißt die landesweite Aktion ab sofort, die mit der Bachufersäuberung in St. Georgen/Leys am vergangenen Samstag auch im Scheibbser Bezirk gestartet wurde. Insgesamt beteiligen sich 13 der 18 Bezirksgemeinden an der Aktion.

„Alle freiwilligen Helfer erhalten im Rahmen dieser Aktion Handschuhe und eine Warnweste. Gleichzeitig laden praktisch alle Gemeinden auch zu einer Jause ein“, weiß Verbandsobmann Bürgermeister Christoph Trampler und hofft, dass sich wieder viele Freiwillige an der Aktion beteiligen. Im Vorjahr waren es an die 400 im Bezirk. „Damit machen wir unseren Bezirk lebenswerter.“

Rund 4.000 Kilogramm Müll werden gesammelt

Denn der oft achtlos in der Natur weggeworfene Müll ist durchaus ein Problem. Alljährlich werden im Rahmen dieser Aktion in den teilnehmenden Gemeinden des Bezirks rund 4.000 Kilogramm Müll gesammelt. „Die Straßenmeisterei Scheibbs hat im Altstoffsammelzentrum bereits über 1.000 Kilogramm an am Straßenrand weggeworfenen Müll vorbeigebracht. Das ist nur das, was die Leute in den letzten zweieinhalb Monaten achtlos aus dem Autofenster geworfen haben“, weiß GVU-Geschäftsführer Johann Wurzenberger. Dass dadurch nicht nur die Umwelt optisch leidet, sondern oft auch Tiere zu Schaden kommen, die den Müll fressen aber nicht verdauen können, würden die wenigsten bedenken.

Diese konzertierte Sammelaktion soll gemeinsam mit Werbemaßnahmen der „#TrennSetter“-Aktion daher auch zur Bewusstseinsbildung beitragen, hoffen Trampler und Wurzenberger und haben in Purgstall mit Michaela Dorfmeister eine prominente Unterstützerin.

Im Vorjahr produzierten die 41.379 Hauptwohnsitzer im Bezirk insgesamt 19.378 Tonnen Müll – ein minimaler Gesamtrückgang um zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2016 aber immerhin noch immer im Schnitt 468 Tonnen pro Person. „Beim Restmüll, Altpapier und der gelben Tonne steigen die Mengen ohnehin konstant pro Jahr um ein oder zwei Prozent“, weiß Wurzenberger und warnt vor sinkender Trennmoral. „Vor allem bei der Biotonne bereitet uns und den Verwertungsbetrieben der hohe Plastikanteil große Probleme. Und der ist leider im Begriff zu steigen“, sagt Wurzenberger.