Handy am Steuer: Gefahr wird unterschätzt. Fast 50 Prozent mehr: 216 Organmandate wegen „Fahren ohne Freisprecheinrichtung“ im ersten Halbjahr.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 14. August 2018 (05:00)
Handy am Steuer birgt eine immense Unfallgefahr. Dennoch gibt es immer noch unbelehrbare Verkehrsteilnehmer. Wer erwischt wird, muss 50 Euro Strafe zahlen.
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SMS schreiben, Mails checken oder Anrufe tätigen – selbst während dem Autofahren können viele Lenker nicht vom Handy ablassen. Unter jungen Leuten sorgt ein neuer Trend für große Bedenken: Fotografieren und Filmen während der Fahrt.

„Ablenkung ist die häufigste Ursache von tödlichen Unfällen auf der Autobahn. Wer während der Fahrt mit dem Handy sogar fotografiert und filmt, geht ein enormes Risiko ein“, gibt ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele zu bedenken.

„Es macht keinen Unterschied, ob man beim Auto- oder Radfahren telefoniert. Beides ist strafbar“Bezirkspolizeikommandant Leopold Pitzl

Auch im Bezirk Scheibbs nehmen die Strafen wegen Fahren ohne Freisprecheinrichtung deutlich zu. Waren es im ersten Halbjahr 2017 nur 124 Organmandate, so stellten die Beamten heuer von Jänner bis Juni bereits 216 Strafmandate à 50 Euro aus. Dabei hat es auch schon einige Radfahrer erwischt. „Es macht keinen Unterschied, ob man beim Auto- oder Radfahren telefoniert. Beides ist strafbar“, erklärt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Leopold Pitzl.

Kontrolliert wird im Zuge von normalen Verkehrsmaßnahmen, wobei seitens der Polizei immer häufiger auf dieses Delikt geschaut wird. „Es passieren einfach trotz aller Mahnungen noch immer zu viele Unfälle, bei dem die Ablenkung durch das Handy die Ursache war – egal ob im Freilandgebiet oder im Stadtverkehr“, weiß Pitzl.

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