Kein Home-Learning mehr für Lehrlinge. Die Firmen Welser und Busatis haben ihre Lehrlinge mittlerweile wieder zurück an ihre Arbeitsplätze geholt.

Von Karin Katona und Anna Faltner. Erstellt am 29. April 2020 (04:35)
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Eineinhalb Meter Abstand sind auch in der Lehrwerkstätte Busatis Pflicht, wie hier bei Moritz Lugbauer und Florian Reitherlehner.
Karin Katona

Langsam kehrt die „neue“ Normalität auch bei den Lehrlingen des Bezirks ein. Nach fünf Wochen „Home-Learning“ sind die Lehrlinge der Firma Welser Profile seit der Vorwoche wieder zurück in ihrer Lehrwerkstätte. „Sie wurden in dieser Zeit arbeitsfrei, aber nicht lernfrei gestellt. Das hat ganz gut funktioniert“, berichtet Ausbildungsleiter Peter Reiböck.

Momentan befinden sich 12 Jugendliche in der Grundausbildung, mit insgesamt 36 Arbeitsplätzen ist das Abstand halten nicht allzu schwierig. Die fortgeschritteneren Lehrlinge sind im Betrieb aufgeteilt, wo ebenfalls die bekannten Sicherheitsvorkehrungen gelten. „Wir vermeiden Zusammenkünfte im Pausenraum, arbeiten mit Mundschutz und Desinfektionsmittel“, ergänzt Reiböck.

Zuhause, aber doch in der Arbeit waren in den ersten beiden Wochen der Ausgangsbeschränkungen auch die Lehrlinge des ersten, zweiten und dritten Lehrjahres der Firma Busatis in Purgstall. Lehrlingsausbildner Erich Wenighofer versorgte die 14 Jugendlichen mit schriftlichen Aufgaben zu verschiedensten Themen, jeweils auf den Lehrberuf zugeschnitten.

„Die Lehrlinge mussten schriftliche Präsentationen verfassen und sie mir schicken. Sie haben dadurch nicht nur etwas gelernt, was sie für ihren Beruf und die Berufsschule brauchen. Wir haben dadurch auch Unterlagen, die wir allen anderen Lehrlingen zur Verfügung stellen.“ Geklappt habe diese Art Homeoffice sehr gut: „Wir waren die ganze Zeit in Verbindung. Alle waren sehr diszipliniert“, sagt Wenighofer.

Mittlerweile sind die Lehrlinge wieder im Betrieb, mit den strengen Sicherheitsauflagen, die für das ganze Personal gelten. „Wir sorgen durch zeitversetzte Schichten und Aufteilung der Lehrlinge dafür, dass sie sich so wenig wie möglich begegnen“, sagt der Ausbildner.