Kfz-Neuzulassungen: VW im Spitzenfeld bei Neukauf. 1.745 Autos wurden 2019 neu angemeldet, die beliebtesten: VW.

Von Claudia Christ. Erstellt am 21. Januar 2020 (05:46)
Symbolbild
pixabay.com

Autoliebhaber kamen bei der Vienna Autoshow am vergangenen Wochenende voll auf ihre Kosten. Über 400 Neuwagen-Modelle und rund 40 Automobil-Marken wurden am Wiener Messegelände zur Schau gestellt.

Welche Automarken im Bezirk Scheibbs besonders beliebt sind, zeigt die aktuelle Statistik der Pkw-Neuzulassungen, die in der Vorwoche erschienen ist. Demnach ist VW der unbestrittene Markenführer mit 248 verkauften Fahrzeugen, gefolgt von Skoda (168), Seat (167), Fiat (166) und Renault (150). Insgesamt wurden im Vorjahr 1.745 Autos im Bezirk Scheibbs neu zugelassen.

Der Anteil an E-Pkw ist mit 27 (1,6 Prozent) verkauften Fahrzeugen eher gering. VW-Markenleiter Hannes Peya vom Autohaus Pruckner in Wieselburg erklärt das so: „Generell ist ein Trend zum Elektroauto bemerkbar, aber wer regelmäßig weitere Strecken als 300 Kilometer Reichweite zurücklegt, der greift nach wie vor zu herkömmlichen benzinbetriebenen Modellen.“

NOEN

Mit Spannung erwartet werden aber die neuen E-Modelle wie der VW ID.3, der noch heuer auf den Markt kommen soll. „Dafür gibt es schon eine lange Vorreservierungsliste“, weiß Peya. Denn die Modelle bieten viele Neuerungen wie eine Reichweite bis 550 Kilometer und eine Plattform, in der die Batterie flach im Fahrzeugboden verbaut ist. Das schafft mehr Innenraum und bietet dadurch ein großzügigeres Raumangebot.

„Rund 40 Prozent unserer Kunden entscheiden sich beim Fahrzeugkauf für eine Leasingvariante“. VW-Markenleiter Hannes Peya , Autohaus Pruckner

Ob Neu- oder Gebrauchtwagen, das ist für den Kunden oftmals auch eine Frage der Dringlichkeit. Wer das Fahrzeug innerhalb kürzester Zeit benötigt und nicht zu anspruchsvoll ist, der entscheidet sich für ein Aktionsfahrzeug. Peya: „Es gibt aber viele, vor allem Audi-Fahrer, die sich ihr individuelles Modell konfigurieren.“

Ein nicht unwesentliches Thema für die Kunden ist die Finanzierung des Fahrzeuges. „Hier entscheiden sich rund 40 Prozent unserer Kunden für eine Leasingvariante“, sagt Peya.

Aktionsfahrzeuge sind auch im Autohaus Aigner in Gresten eine beliebte Kaufvariante. Hier steht Experte Josef Glösmann seinen Kunden beim Kauf von Autos der Marken Fiat, Toyota, Ford, Abarth und Jeep beratend zur Seite. E-Autos sind bei Aigner aber nicht das große Thema. „Zum einen sind die Modelle preislich oftmals doppelt so teuer wie benzinbetriebene Fahrzeuge. Zum anderen merkt man bei den Kunden die Verunsicherung, denn wie sich schon gezeigt hat, ist im Schadensfall die Entsorgung dieser Autos äußerst schwierig.“ Außerdem ist bei solchen Modellen der Wiederverkaufswert schlecht. „Das rentiert sich bislang für den Kunden nicht“, sagt der Experte.

 Hybrid-Nachfrage steigt

 Viel interessanter sind da schon die Hybridmodelle, besonders die neuen Plug-In-Hybride. Hier steigt die Nachfrage rasant an.

Diese Fahrzeuge mit Hybridantrieb, dessen Akkumulator sowohl über den Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden kann, könnten die Zukunft in der Fahrzeugtechnik wesentlich beeinflussen. Denn auch in puncto Nachhaltigkeit können die Fahrzeuge aufgrund der immer öfter eingebauten umweltschonenderen Trockenbatterie anstatt der herkömmlichen Nassbatterie, punkten – sie fahren effizient, verringern den CO2-Ausstoß und sparen Kraftstoff.

Rückläufig ist laut den beiden Verkaufsexperten der Verkauf von dieselbetriebenen Klein- und Mittelklassewagen, denn ein Dieselfahrzeug rechne sich nur für Vielfahrer und erst ab einer Jahreskilometer-Leistung von 19.000 Kilometern.

Umfrage beendet

  • Wird dein nächstes Auto ein Elektroauto sein?