Krankentransporte sind weniger, dafür viele Coronatests. Tester sind zwar auch im Bezirk stark gefragt, generell sind Scheibbser aber „relativ gesund“.

Von Anna Faltner und NÖN Redaktion. Erstellt am 23. März 2020 (18:00)
Im Auftrag der Behörde führen die Rotkreuz-Mitarbeiter auch die Testungen durch.
RK

Eine der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus richtete sich an ehemalige Zivildiener. Ein Aufruf, den viele ernst nahmen. Innerhalb weniger Tage meldeten sich 1.400 ehemalige Zivildiener beim Bund und warten nun auf ihren Einsatz. Eine konkrete Aufteilung, wer wo eingesetzt wird, gibt es aber noch nicht. Veränderungen brachte die Situation aber auch für den täglichen Betrieb beim Roten Kreuz.

„Wir mussten unseren Dienstbetrieb komplett anders strukturieren, damit wir uns nicht ständig über den Weg laufen. Daher befindet sich ein Teil in Heimarbeit, in den Büros sitzen wir einzeln“, berichtet der Scheibbser Rotkreuz-Bezirkskommandant Franz Aspalter auf NÖN-Anfrage.

Aber auch der Tätigkeitsbereich ist ein anderer. Die Krankentransporte sind weniger geworden, dafür ist der Bedarf an Coronatestungen ausgesprochen stark. Zwei Rotkreuz-Autos sind dafür täglich im Einsatz. Aber erst, nachdem sich die Corona-Verdachtsfälle an die Nummer 1450 gewandt haben. „Wenn ein Verdacht auf eine Infektion besteht, dann beauftragt uns die Behörde, Tester vorbei zu schicken“, erklärt Aspalter. Die werden nämlich vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Dieses bringt übrigens auch die Proben ins Universitätsklinikum St. Pölten.

Jene Verdachtsfälle, die auch hospitalisiert werden müssen, werden meist nach St. Pölten gebracht. „Im Bezirk Scheibbs hatten wir zum Glück aber noch keinen Fall, der ins Krankenhaus musste. Die Leute im Bezirk sind Gott sei Dank relativ gesund“, meint der Bezirkskommandant im NÖN-Telefonat am Freitag.