Kriminalität: Aufklärungsquote stieg auf 57 Prozent. Die Zahl der strafbaren Handlungen im Bezirk sank 2017 um 7,5 Prozent.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 30. Mai 2018 (04:00)
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Karner, Tanner und Erber bejubeln den Rückgang der Kriminalität im Scheibbser Bezirk seit 2013 um 5,1 Prozent.
VPNÖ

886 angezeigte Fälle weist die Kriminalstatistik des Bundesministeriums für Inneres für den Scheibbser Bezirk im Zeitraum Jänner bis Dezember 2017 auf. Das sind um 72 Fälle (7,5 Prozent) weniger als im Jahr 2016. Die meisten strafbaren Handlungen (498) richteten sich dabei gegen fremdes Vermögen. 207 Mal waren es Gewaltdelikte.

Von diesen 886 strafbaren Handlungen wurden im Vorjahr 506 Fälle von der Polizei aufgeklärt. Das sind zwar um zwölf Fälle weniger als im Vorjahr, aufgrund der geringeren Anzahl der Gesamtfälle ergibt das aber eine Aufklärungsquote von 57,1 Prozent (2016: 54,1 Prozent). „Wir sind damit sehr zufrieden und liegen auch deutlich über dem Landesschnitt“, feut sich der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Leopold Pitzl.

Cyber Crime angestiegen

Im gesamten Bundesland erreicht man 2017 eine Aufklärungsquote von 50,8 Prozent. „Das ist ein Höchstwert“, jubelt VPNÖ-Sicherheitssprecher Gerhard Karner in einer Aussendung und freut sich über einen Gesamtrückgang der Kriminalität in Niederösterreich um 6,1 Prozent. „Damit sind wir gemessen an Anzeigen pro Kopf hinter dem Burgenland das zweitsicherste Bundesland“, betont Karner.

„Das eine sind die Jahreszahlen, die immer wieder von regionalen Gegebenheiten abhängig sind. Entscheidend ist sicherlich der Langzeittrend. Und da konnte der Scheibbser Bezirk seit 2013 einen Kriminalitätsrückgang von 5,1 Prozent verzeichnen“, freuen sich auch die beiden VP-Landtagsabgeordneten Anton Erber und Klaudia Tanner. Angestiegen ist allerdings – wie im ganzen Bundesland – auch im Bezirk der Bereich Cyber Crime. Hier gab es im Bezirk 2015 35 Fälle, 2016 50 und 2017 63 Fälle.