Mobilie Pflege: Caritas leistete 69.013 Einsatzstunden

Die Caritas Betreuen und Pflege zuhause Bezirk Scheibbs präsentierte Jahresrückblick 2017: 69.013 Einsatzstunden.

Erstellt am 25. April 2018 | 04:30
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Bezirksgeschäftsführer-Stellvertreterin Gertraud Ehrgott, Gabriele Zoufal (Leitung Sozialstation Scheibbs), Bezirksgeschäftsführer Johannes Hofmarcher und Pflegeleiterin Andrea Reiter (von links)
Foto: Karin Katona

Eine eindrucksvolle Jahresbilanz 2017 präsentierten am Mittwoch vergangener Woche Bezirksgeschäftsführer Johannes Hofmarcher und sein Team von der Caritas Betreuen und Pflegen zuhause Bezirk Scheibbs.

Beeindruckende 69.013 Einsatzstunden haben die 89 Mitarbeiterinnen von den vier Sozialstationen Scheibbs, Purgstall, Erlauftal und Kleines Erlauftal für 493 Kunden im vergangenen Jahr geleistet. Mit ihren Dienst- und Privatautos haben sie dabei 564.965 Einsatzkilometer zurückgelegt.

Im Bezirk Scheibbs hat die mobile Pflege der Caritas einen Marktanteil von 47,1 Prozent. Die Mitarbeiterinnen der Caritas Betreuen und Pflegen zuhause stammen aus den Bereichen Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (23,08 Prozent), Pflegeassistenz und Fachsozialbetreuung Altenarbeit (38,61 Prozent) und Heimhilfe (38,31 Prozent).

Pflegepersonal wird dringend gesucht

Ein weiteres Anliegen bei der jüngsten Jahresabschlusspräsentation war die Darstellung der Caritas als Arbeitgeber. Die Frage „Was bietet die Caritas als Arbeitgeber?“ wurde daher ausführlich abgehandelt. An oberster Stelle stehen bei der Caritas der menschliche, kollegiale und wertschätzende Umgang und die Teamkultur. „Angemessene Einschulung und Einarbeitungszeit sind selbstverständlich. Umfassende Unterstützung durch Vorgesetzte und klare Strukturen machen nicht nur den Einstieg leicht, sondern helfen auch später beim Meistern allfälliger Probleme“, erläuterte Caritas-Bezirksgeschäftsführer Johannes Hofmarcher.

Die Caritas könne auch als sicherer Arbeitgeber punkten. „Attraktiv ist aber auch die flexible Stundenverpflichtung, die einerseits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert, andererseits aber auch Raum und Möglichkeit zur persönlichen beruflichen Weiterentwicklung bietet.“ Ein zusätzlicher Bonus sei das persönliche Dienstauto mit Privatnutzungsmöglichkeit.

„An allererster Stelle stehen bei der Caritas der wertschätzende Umgang und die gute Teamkultur.“Johannes Hofmarcher, Bezirks-Geschäftsführer Caritas, Betreuen und Pflegen zuhause

Der Caritas gehen allerdings – wie auch den anderen mobilen Pflegediensten – die Arbeitskräfte aus. „Wir haben sehr treues Personal. Das heißt, dass unsere Mitarbeiterinnen mit ihrem Job zufrieden sind“, weiß Bezirksgeschäftsführer Hofmarcher. Der ständig wachsende Bedarf spiegelt sich natürlich auch im Personalstand wider. „Wir können unseren hohen Qualitätsstandard nur halten, wenn die mobile Pflege stärker gefördert wird und eine solidarische Finanzierung des Pflegebereichs in Österreich gelingt.“

Im Klartext: Gleicher Verdienst für stationäres und mobiles Pflegepersonal. Zur Zeit sei das Einstiegsgehalt einer diplomierten Pflegekraft im stationären Bereich um 350 Euro höher als in der mobilen Pflege: „Wir wünschen uns von den Vertretern der Politik ein stärkeres finanzielles Bekenntnis zur mobilen Pflege“, fordert Hofmarcher.

Die verstärkte Förderung der mobilen Pflege sieht Johannes Hofmarcher „als Herausforderung für Politik und Gesellschaft“. Mit der Abschaffung des Pflegeregresses sei es nicht getan. „Die Menschen wollen so lange wie möglich zuhause leben. Die mobile Pflege leistet dazu einen wichtigen Beitrag, und ist auch von großer Bedeutung für die Unterstützung pflegender Angehöriger.“