ÖVP kommt bei EU-Wahl über 50-Prozent-Marke. Die ÖVP legt auch im Ötscherland deutlich zu und überspringt die 50-Prozent-Marke. Die SPÖ verliert in zwölf der 18 Bezirksgemeinden und weist insgesamt ein Minus von über einem Prozent auf. Freude herrscht dagegen bei der FPÖ, die im Bezirk sogar zulegen konnte.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. Mai 2019 (08:27)
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Von Alexandros Michailidis, Shutterstock.com

Die ÖVP ist im Scheibbser Bezirk der klare Wahlsieger. Mit 9.991 Stimmen (ohne die  2.642 abgegebenen Briefwahlkarten) überspringen die Türkisen sogar die 50-Prozent-Marke. "Ein Top-Ergebnis", jubelt ÖVP-Bezirksobmann Landtagsabgeordneter Anton Erber. In 17 der 18 Bezirksgemeinden gibt es ein Plus vor dem ÖVP-Ergebnis - zum Teil sogar ein zweistelliges wie etwa in Gaming.

Ausgerechnet in der Heimatgemeinde von SPÖ-Nationalratsabgeordneter Renate Gruber gibt es mit 14,3 Prozent die größten Zugewinne für die ÖVP. Gleichzeitig verliert die SPÖ dort 3,9 Prozent. Einziger negativer Ausreißer auf Seiten der ÖVP im Scheibbser Bezirk ist die  kleinste Bezirksgemeinde Puchenstuben. Dort legt die ÖVP zwar um 20 Stimmen zu, verliert allerdings 0,6 Prozent.

Für die SPÖ war der Wahlsonntag so wie im gesamten Bundesland ein rabenschwarzer Sonntag. Die SPÖ verliert im Bezirk 1,0 Prozent. Das ist um einen Hauch mehr als im Landesschnitt. In insgesamt zwölf der 18 Bezirksgemeinden steht bei der SPÖ ein Minus vor dem Gemeindeergebnis. Das größte (-6,1 Prozent) in St. Anton/Jeßnitz, gefolgt von Gaming. "Ich bin sehr enttäuscht, aber es ist auch gleichzeitig ein Auftrag, für die nächste Wahl noch mehr zu mobilisieren", betont Gruber.

Freude herrscht hingegen bei der FPÖ. Trotz Ibiza-Video und dem "Rauswurf" aus der Regierung kann die FPÖ im Scheibbser Bezirk sogar zulegen. "Es ist ein kleines Plus, aber ich bin darüber echt positiv überrascht. Unsere Wähler haben unsere gute Arbeit auf Bundes- und Landesebene sowie unsere kritische Positionierung gegenüber der EU-Politik gewürdigt", freut sich FPÖ-Bezirksvorsitzender Reinhard Teufel.

Ein Minus von 1,6 Prozent verzeichnen die Grünen im Scheibbser Bezirk. Sie erreichen 8,4 Prozent der Stimmen und kommen in Scheibbs und Gresten über die 10-Prozent-Marke. Das schaffen die NEOS in keiner einzigen Bezirksgemeinde. 7,0 Prozent in Wieselburg sind das höchste der Gefühle. Insgesamt kommen die NEOS auf 5,5 Prozent und verzeichnen damit ohne Briefwahlkarten ein Minus von 0,3 Prozent.

Traditionell hoch und deutlich über dem Landesschnitt ist im Bezirk Scheibbs die Wahlbeteiligung. Diese liegt bei 61,5 Prozent und ist im Vergleich zur EU-Wahl 2014 um 6,4 Prozent gestiegen.

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