Pfarrgemeinderatswahlen: „Wollen für alle da sein“. Neue Gesichter und etablierte Kräfte bilden nach den Wahlen in den Pfarren die neuen Pfarrgemeinderäte. Fast überall freut man sich über hohe Wahlbeteiligung.

Von Karin Katona. Erstellt am 01. April 2017 (02:37)
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Pfarrgemeinderatswahl in Steinakirchen: Rudolfine Czöppan, Othmar Spanner, Irmgard Kaltenbrunner, Heinz Czöppan, sowie Margarethe und Josef Huber an der Wahlurne.
NOEN, privat

Über 28.000 Mandate wurden bei den Pfarrgemeinderatswahlen in der Diözese St. Pölten vergeben. Auch mehrere Tausend Katholiken im Bezirk Scheibbs wählten am 19. März ihre Pfarrgemeinderäte.

Die Menschen und ihre Begabungen standen bei der Wahl mit dem Motto „Ich bin da.für“ im Mittelpunkt. Ein Prinzip, dem man auch in den Pfarren im Bezirk Rechnung getragen hat. Der Steinakirchner Sepp Eppensteiner, Vorsitzender der Diözesangemeinschaft St. Pölten, rief im Vorfeld auf, Pfarrgemeinderäte zu installieren, die sich besonders um die Themen Freizeitaktivitäten und Sport annehmen.

„Wichtig für lebendige Pfarre ist Fluktuation“

In der Pfarre Steinakirchen freut sich Pfarrer Hans Lagler über die hohe Wahlbeteiligung: „1.060 Personen haben ihren Stimmzettel in die Wahlurne gegeben.“ Ebenso erfreulich findet Lagler die Bereitschaft der Gewählten, ihr Amt anzunehmen: „Die meisten haben entweder gleich zugesagt oder sich nach einem Tag Bedenkzeit für die Aufgabe zur Verfügung gestellt. So konnten wir wiederum für fünf Jahre die Weichen in der Pfarre neu stellen.“

Auch in der Pfarre Wieselburg freut man sich über eine hohe Wahlbeteiligung. 550 Stimmen wurden hier abgegeben, wahlberechtigt waren alle Mitglieder der Pfarrgemeinde ab 14 Jahren. Diakon Peter Ramharter zieht ein positives Resümee: „Wir haben wie immer eine Fluktuation von ungefähr einem Drittel. Es sind etablierte Kräfte dabei, aber auch neue Gesichter. Und, was mich besonders gefreut hat, alle Gewählten haben gern angenommen.“

Pfarrer Franz Kronister aus Purgstall freut sich über ein junges Team mit sieben Neuzugängen. „Durch die Urwahl bekommen wir immer wieder neuen Input und frischen Wind. Es ist schön, dass auch so viele Junge sich einbringen wollen.“ Zu Beginn jeder Periode werden Ideen zu den Themen gesammelt, die in der Pfarre anstehen. „Wichtig ist uns dabei der Blick auf das, was die Menschen bewegt, denn wir wollen für alle da sein, egal, welchen Glauben sie haben“, betont Kronister.

Pfarre setzt nicht auf Urwahl

In der Pfarre Scheibbs setzt man, anders als in den meisten anderen Pfarren, nicht auf die Urwahl, sondern stellt Kandidaten zur Wahl. Dechant Karl Hasengst zeigt sich äußerst zufrieden. „Das Ergebnis zeigt eine gesunde Fluktuation. Es sind auch Junge dabei, was in der Pfarre besonders wichtig ist, um das Pfarrleben lebendig zu gestalten“, hebt Hasengst hervor. Auch in Scheibbs schritten mehr Katholiken zur Wahl als in den Perioden davor.

In den konstituierenden Sitzung in den kommenden Wochen werden die neuen Mitglieder ihren Vorstand bestimmen, dann beginnen für die Pfarrgemeinderäte die nächsten, arbeitsreichen fünf Jahre.