Photovoltaik-Zonenplan: „Die Energiewende beschleunigen“

Erstellt am 17. August 2022 | 04:17
Lesezeit: 3 Min
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Amtsleiter Gerhard Groiß und Bürgermeister Karl Gerstl präsentieren die in der Gemeinde Wieselburg-Land definierte Fläche in Gumprechtsfelden.
Foto: Daniel Schmid
Niederösterreichweit sieht das Land 138 Zonen für den Ausbau von Photovoltaikanlagen vor. Im Bezirk Scheibbs befinden sich diese in den Gemeinden Purgstall und Wieselburg-Land.
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Im Land Niederösterreich hat man insgesamt 138 Zonen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf unbebauten Flächen definiert.

Die Flächen sind als Grünland-Photovoltaikanlagen gewidmet und dürfen insgesamt höchstens fünf Hektar betragen. Sollte sichergestellt sein, dass für jenes Flächenmaß, welches über fünf Hektar hinausgeht, ein Ökologiekonzept umgesetzt wird, darf eine Erweiterung auf insgesamt höchstens zehn Hektar erfolgen. „Wir wollen die Energiewende weiter beschleunigen, denn wir sehen so deutlich wie nie zuvor, wie wichtig eine unabhängige Energieversorgung ist. Deshalb haben wir einen klaren Fokus auf Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, über Parkplätzen, Hallen et cetera. Jetzt haben wir auch eine strenge, aber schnelle Zonierung für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen vorgelegt“, hält Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf fest.

Im Bezirk Scheibbs legte man in den Gemeinden Wieselburg-Land sowie in Purgstall Zonen fest.

In der Gemeinde Purgstall wurden insgesamt zwei Zonen definiert. Beide Flächen befinden sich in Privateigentum. „Wir haben acht Wochen Zeit für eine Stellungnahme. In den nächsten Ausschusssitzungen wird in Absprache mit den Grundbesitzern eine Entscheidung getroffen“, sagt Bürgermeister Harald Riemer. Er steht den Plänen, über welche das Land im Vorfeld nicht mit der Gemeinde gesprochen hat, eher skeptisch gegenüber: „Meiner Meinung nach sollte man zuerst auf allen Dachflächen Photovoltaikanlagen montieren. Wir haben so viele Dachflächen auf Einfamilienhäusern und Firmengebäuden zur Verfügung, weshalb die Nutzung dieser Priorität hat.“

Interesse an größeren PV-Anlagen vorhanden

Die Gemeinde Wieselburg-Land, rund um Bürgermeister Karl Gerstl, steht der Zonierung positiver gegenüber. „Die Gemeinde ist dafür, diese Pläne in die Tat umzusetzen. Das Land Niederösterreich empfiehlt zwei Kilowatt-Peak pro Einwohner. Dies haben wir bisher noch nicht erreicht, weshalb wir sehr stark an größeren Anlagen interessiert sind“, hält Bürgermeister Karl Gerstl fest. Er ist auch zuversichtlich, dass seine Gemeinde in Zukunft noch weitere Flächen bekommen wird, da einige Gründe mit sehr schlechter Bonität sowie Deponien zur Verfügung stehen.

Die Fläche, welche in der Katastralgemeinde Gumprechtsfelden liegt, ist circa siebeneinhalb Hektar groß und befindet sich ausschließlich in Privateigentum. „Diese Fläche hat auch den Vorteil, dass sie in der Nähe eines Umspannwerks liegt“, fügt Karl Gerstl hinzu. 

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