Poly freut sich über Schüler-Plus. Sechs erste Klassen im BG/BRG, aber auch Schulen mit diversen Schwerpunkten verzeichnen steigende Schülerzahlen.

Von Karin Katona. Erstellt am 08. September 2019 (05:58)
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Neue Leitungen, Betrauungen, Direktoren im Sabbatical-Jahr – einige Pflichtschulen im Bezirk starten unter neuer Führung ins kommende Schuljahr.

Nach der Pensionierung von Helga Prüller, der Direktorin der VS Oberndorf, übernimmt NMS-Direktorin Helga Moosbauer in Personalunion die Leitung beider Schulen. Nach 15 Jahren als Direktorin der CMS Wieselburg trat Rosa Hörhann mit Schulbeginn ihr Sabbatical-Jahr an.

Mit der interimistischen Schulleitung wurde Waltraud Puppenberger aus Ybbs betraut. Weil auch Direktorin Elisabeth Kellnreiter vor der Pension ein Sabbatical-Jahr nimmt, ist Christine Loibl mit der Schulleitung betraut. In Gresten wird Michaela Holzhacker die Schule für ein Jahr leiten, bis Direktor Erich Buxhofer aus seinem Sabbatical zurückkommt.

„Immer mehr AHS-Lehrer unterrichten mit Sonderverträgen an den NMS, sie sind besonders in Deutsch und Englisch gefragt.“ Leopold Schauppenlehner

Der Trend zum Gymnasium als Einstieg in die Sekundarstufe hält an: Mit sechs ersten Klassen zu je maximal 25 Schülern startet die Unterstufe des Bundes- und Realgymnasiums Wieselburg in das neue Schuljahr. „Neu ist heuer der Schulweg, denn es gibt keine Bushaltestelle mehr vor der Schule. Sämtliche Busse fahren nur mehr bis zum Busterminal am Bahnhof“, erklärt Direktorin Sigrid Fritsch.

Begehrt sind auch Schulen mit fachlichen Schwerpunkten wie Informatik oder Sport: Über einen neuerlichen Schülerzuwachs darf sich die CMS Wieselburg freuen. 227 Schüler, um zwölf mehr als im Vorjahr, durfte die neue interimistische Leiterin Waltraud Puppenberger am ersten Schultag willkommen heißen. 60 Schüler davon sitzen heuer in den drei ersten Klassen der Schule mit Schwerpunkt in Informations- und Kommunikationstechnologie.

Direktor Ingolf Völker von der SMS Scheibbs verzeichnet weiterhin großes Interesse am Sport-Schwerpunkt seiner Schule, der Schüler aus dem ganzen Bezirk anzieht. Von den 68 Erstklasslern seiner Schule sitzen 26 in der Sportklasse. „Wir hatten noch viel mehr Anmeldungen, aber wir können nicht mehr aufnehmen, weil wir ja Qualität bieten wollen.“

Über Schülermangel kann sich auch Edda Taschler, Direktorin des Poly Scheibbs, nicht beschweren. „Wir hatten im Juni 93 Absolventen und starten jetzt mit 118 Schülern. Deshalb gibt es bei uns heuer auch fünf statt vier Klassen“, informiert sie. Die Schüler werden in den Sparten Dienstleistung, Büro und Handel/Elektrometall, Metall und Bau/Holz unterrichtet.

Im Schuljahr 2019/2020 werden die Direktoren der Pflichtschulen auch die größere Autonomie, die ihnen per Gesetz seit 1. Jänner 2019 erlaubt ist, nutzen. „Die Klassenschüler-Höchstzahl von 25 fällt weg, die Länge der Stunden ist flexibel“, erklärt der für den Großteil der Bezirksschulen zuständige Qualitätsmanager Leopold Schauppenlehner.

„Auch bei der Einstellung von Lehrern sind die Direktoren freier.“ Bei den Lehrern zeichne sich ein neuer Trend ab: „Immer mehr Bundeslehrer unterrichten mit Sonderverträgen in der NMS, wo besonders in den Gegenständen Deutsch und Englisch noch Lehrermangel herrscht“, weiß Schauppenlehner.