Schülerzahl steigt, viele neue Lehrer

Eine Woche vor Schulbeginn ist in der Bildungsregion Scheibbs alles in trockenen Tüchern – trotz eines großen Generationswechsels.

Erstellt am 01. September 2021 | 04:51

Für 3.395 Schüler beginnt am Montag das neue Schuljahr in den Scheibbser Pflichtschulen. Das sind um 51 mehr als vor einem Jahr. Die größte Steigerung gibt es in den Volksschulen, die heuer 1.701 Kinder besuchen werden (+ 30). 1.472 Kinder (+4) gehen in die Mittelschulen, 74 (+2) in die Sonderschulen, 148 (+15) in die Polytechnische Schule Scheibbs. Dank der geburtenstärkeren Jahrgänge sind auch in den Höheren Schulen die Schülerzahlen im Steigen (siehe Seite 6).

Schulqualitätsmanager Josef Hörndler, Leiter der Außenstelle Waidhofen der NÖ Bildungsdirektion und für die Schulen in den Bezirken Amstetten, Melk und Scheibbs sowie der Statutarstadt Waidhofen verantwortlich, sieht ein herausforderndes Jahr auf die Schulgemeinschaften zukommen. Auch aufgrund eines starken Wechsels im Lehrkörper. Allein in den Pflichtschulen treten im September 86 Pädagogen zeitgleich in Pension. 126 Junglehrer treten in Dienst.

„Mehr als die Hälfte der Neuanstellungen haben Teilzeit, weil sie nach dem Bachelorstudium berufsbegleitend auch noch das Masterstudium bewältigen müssen“, sagt Hörndler. Das erklärt, warum nun um 40 Lehrer mehr in Dienst stehen als im abgelaufenen Schuljahr. 25 Neuanstellungen entfallen auf den Bezirk Scheibbs. Gleichzeitig tritt bei den Schulleitungen ein Generationenwechsel ein. 14 Leitungen sind neu besetzt, drei davon im Bezirk Scheibbs (Gabriele Oelmann – VS Gresten und Reinsberg, Manuela Schrittwieser – NMS Gresten, Robert Heindl – PTS Scheibbs).

250 Schulabmeldungen bereiten Hörndler Sorge

Sorge bereiten Hörndler die sprunghaft angestiegenen Abmeldungen von Schülern in Heimunterricht. 250 Kinder werden im kommenden Schuljahr allein in der Bildungsregion der Schule fernbleiben, fünfmal so viele wie im Vorjahr. „Viele Eltern sind verunsichert“, weiß Hörndler.

Zum zweiten Mal gibt es heuer in den letzten beiden Ferienwochen (23. bis 27. August sowie 30. August bis 3. September) eine Sommerschule. Hatte es im Vorjahr im Bezirk Scheibbs nur zwei Standorte (VS Wieselburg und VS Randegg) gegeben, so werden heuer Schüler mit Förderbedarf an vier Standorten unterrichtet: die CMS Wieselburg und die NMS Steinakirchen kamen zu den Volksschulen dazu. „Wir haben deutlich gespürt, dass es mehr Standorte in der Region gibt. Hatten wir im Vorjahr noch 42 Kinder, sind es heuer nur zehn Volksschüler und zwölf Mittelschüler in der NMS“, erklärt Doris Madlmayr, die die Sommerschule in der VS Wieselburg leitet und dabei von zwei Lehramtsstudentinnen und einem „Buddy“ unterstützt wird.

In den Mittelschulen stehen Deutsch und Mathematik am Stundenplan, in den Volksschulen werden Deutsch, Mathematik und Sachunterricht behandelt. „Viele Schüler und fast zu wenig Personal“, sagt die Steinakirchner NMS-Leiterin Christine Loibl. „Mit 24 Schülern sind es doppelt so viele wie im Vorjahr. Wir haben aber auch Schüler aus Gaming, Gresten und Neuhofen mit dabei“, informiert die Randegger VS-Direktorin Manuela Auer.

Umfrage beendet

  • Glaubt ihr, dass Schulen und Kindergärten den ganzen Herbst offen bleiben können?