Schulöffnung: Masken weg in der Pause. Die Schüler im Bezirk Scheibbs sind zurück in ihren Klassen. Schüler, Eltern und Lehrer berichten, wie die erste Woche gelaufen ist und wie sie mit der Maskenpflicht umgehen.

Von Karin Katona. Erstellt am 16. Dezember 2020 (04:30)
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Gut drauf trotz Maskenpflicht: Regelmäßiges Lüften und viel Zeit an der frischen Luft macht das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes für diese Schüler der 2A der NMS Purgstall erträglich. Auch die anderen Schulen im Bezirk handhaben das so.
Karin Katona

Seit vergangener Woche sind die Pausen im BG/BRG Wieselburg nicht nur willkommene Zeitspanne zwischen den Unterrichtsstunden. Nach jeder Stunde, so ist es vorgesehen, bekommen die Schüler eine „Maskenpause“ an der frischen Luft im Schulhof.

„Die Masken stören nicht besonders“, sagt Gizem Esen aus der 8A. „Hauptsache, wir können wieder in die Schule gehen.“ Das Distance Learning habe im zweiten Lockdown zwar besser geklappt als im ersten, aber der Zeitaufwand, sagt die Maturantin, sei sehr groß. „Wenn man sich nach dem Unterricht noch alles selbst erarbeiten muss, kann das besonders für die, die in einem Fach schwächer sind, sehr mühsam sein.“ Jetzt werde der Lehrstoff der vergangenen Wochen noch einmal wiederholt und gefestigt: „Das ist sehr gut.“

Froh, ihre Freunde wiederzusehen, sind auch die Schüler der NMS und VS Purgstall. Während die Kleinen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sind diese für die Großen auch während der Stunden Pflicht. „Einige Eltern hatten damit ein Problem“, sagt Elternvereins-Obfrau Manuela Scavelli. „Aber wir haben einen guten Kompromiss gefunden. Wenn es den Kindern zuviel wird, wird eine Maskenpause eingelegt und das Klassenzimmer durchgelüftet.“

In der NMS Gaming sei man in der glücklichen Lage, den Schülern viel Platz bieten zu können, berichtet Direktor Werner Tippelt. Mit viel Bewegung im Freien versuche man, einen halbwegs normalen Schulalltag zu schaffen. „Die Situation ist eine Herausforderung, aber alle Kinder halten sich diszipliniert an die strengen Hygieneregeln. Trotzdem wünschen wir uns natürlich eine baldige Rückkehr zur Normalität.“

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