Schwiegervater um Bares gebracht?

Erstellt am 28. September 2018 | 05:00
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Geld Frau Diebstahl Symbolbild
Foto: NOEN, Bilderbox.com
Betrug 38-Jähriger bestreitet vor Gericht, Gold und Geld herausgelockt zu haben. Prozess vertagt.
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„Er hat uns das Geld mehr oder weniger aufgedrängt, er hat gesagt, dass er es selber gar nicht braucht“, beteuert ein 38-Jähriger aus dem Bezirk Scheibbs, seinem Schwiegervater (58) Gold und Geld im Wert von 218.000 Euro nicht herausgelockt zu haben.

Anders sieht das Staatsanwalt Karl Wurzer: „Der Angeklagte hat gesagt, dass er zwei Goldbarren braucht, zur Sicherung eines Kredites. Das Gold hat er dann verkauft. Später hat er dem Opfer Bares herausgelockt. Ich ersuche die Schöffen, dem Beweisverfahren andächtig zu folgen“, sagt der Ankläger im Eingangsplädoyer am Landesgericht.

Laut Verteidiger hingegen seien die Zuwendungen Schenkungen gewesen.

Warum der 58-Jährige den Schwiegersohn zu Unrecht belasten sollte? „Das würde mich selbst interessieren“, wundert sich der Angeklagte ob des Vorwurfs. Ob es Streit gab: „Ja, wegen der Erziehung der Kinder.“

Prozess vertagt

Für den 58-Jährigen seien Schenkungen nie Thema gewesen: „Man kann nicht annehmen, dass ich mich vollkommen barmittelfrei mach, ich hab’ mein Leben ja noch nicht beendet“, wettert dieser. Und sagt: „Er hatte Schulden bei der Bank, die Goldbarren sollten als Sicherheit dienen. Deswegen habe ich sie leihweise überlassen, damit die Bank sieht, dass er Gold hat.“ „Abstrus“, meint der Richter dazu, „so wird das bei keiner Bank funktionieren.“

Vieles bleibt ungeklärt im Prozess, zur Befragung von Zeugen wird vertagt.

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