Weltspartag: Zur Bank mit Babyelefant. Am 30. Oktober ist der Feiertag des Sparens. Heuer verzichten Banken auf Bewirtung und Geselligkeit. Belohnung fürs Sparen gibt es trotzdem, sogar zwei Wochen lang.

Von Karin Katona. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:20)
Symbolbild
Weingartner-Foto

Geschenke für Kinder, Bewirtung für Erwachsene – am Weltspartag ist in den Banken im Bezirk der Bär los. Heuer wird der 30. Oktober überall ruhig über die Bühne gehen: Mit Babyelefanten-Abstand, Mund-Nasen-Schutz und Vermeidung von Menschenansammlungen. Die Banken machen aus der Not eine Tugend und aus dem Weltspartag Weltsparwochen.

Für das traditionelle „Oktoberfest“ in der Bank am Weltspartag sei das Corona-Risiko zu hoch, bittet Hannes Scheuchelbauer, Vertriebsleiter der Volksbank Niederösterreich, um Verständnis. Man werde sich in den heurigen Weltsparwochen von 19. bis 30. Oktober aber bemühen, Covid-gerecht gute Stimmung zu schaffen und sich extra Zeit für die Kunden zu nehmen. Vor allem für die, für die der Weltspartag die größte Bedeutung hat: die Kinder.

Wobei der Brauch, am Weltspartag auf der Bank den Inhalt des Sparschweins auf das Sparbuch einzuzahlen, für die Erwachsenen ohnehin an Bedeutung verloren habe: „Das Sparbuch hat bestenfalls einen symbolischen Wert, einen Kultstatus“, sagt Scheuchelbauer. „Der Weltspartag soll eher ein Anstoß sein, sich zu überlegen, wie man mit dem eigenen finanziellen Rahmen umgehen kann, um den bestmöglichen Ertrag zu erzielen.“

Für Heinz Huber, Vorstandsdirektor der Sparkasse Scheibbs AG, ist der Weltspartag „dazu da, uns Banken zu erinnern, mit welch großem Vertrauensvorschuss unsere Kunden uns ihr Geld anvertrauen. Für uns hat dieser Tag einen sehr großen Wert.“ Besondere Bedeutung hätte am Weltspartag auch die Nähe der regionalen Banken zu ihren Kunden und ihre Rolle für die Belebung der heimischen Wirtschaft. „Wir sehen uns als Vermittler zwischen unseren Sparern und den Investoren. Das Geld kommt von den regionalen Bankkunden und geht in die regionale Wirtschaft.“

Heuer werde es aber nicht nur einen Weltspartag geben, sondern das „Fest des Sparens und Geldanlegens“ wird auf einen Zeitraum von zwei Wochen, und zwar von 19. bis 30. Oktober, ausgedehnt. Es wird auch heuer die traditionellen Weltspartagsgeschenke geben, für die Jüngsten das Drei-Prozent-Sparefroh-Sparen für Kinder bis zum zehnten Lebensjahr.

Für Leopold Grubhofer, Direktor der Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel, wird am Weltspartag ebenfalls die regionale Verbindung der Banken mit ihren Kunden spürbar: „Uns Banken geht es dann gut, wenn es der Region gut geht. Wir verstehen uns dabei als Nahversorger. Der Weltspartag rückt diesen Gedanken der Regionalität in den Mittelpunkt.“ Denn: „Es ist der Tag, wo man den Kunden sieht, die Leute trifft, zwanglos miteinander redet.“

Der Weltspartag sei aber vor allem auch ein Highlight für die Kinder. „Auch, wenn gesagt wird, dass Kinder weniger als früher zum Sparen angeregt werden, ist es für sie immer noch etwas Besonderes, eine Belohnung für ihr Sparen zu bekommen. Und auch für die Erwachsenen hat der Tag einen traditionellen Wert und birgt schöne Erinnerungen an die Kindheit.“ Auch bei der Raiffeisenbank gibt es die Weltsparwochen von 19. bis 30. Oktober – samt Geschenken für kleine und große Sparer.

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